Acht Teile Berg八山一水一分田
Ein Sprichwort teilt Fujian in acht Teile Berg, einen Teil Wasser und einen Teil Feld. Die Provinz gehört zu den waldreichsten Chinas; Ackerland gibt es vor allem in Flussebenen und an der Küste.
Provinz · Südostchina
Fújiàn
Hinter einer zerklüfteten Küste steigen grüne Berge auf, an deren Hängen Oolong und Weißtee wachsen. Von Fujians Häfen segelten Kaufleute nach ganz Südostasien – und brachten der Welt das Wort „Tee“.
Fuzhou福州
Hauptstadt am Unterlauf des Min Jiang, die „Stadt der Banyanbäume“ mit der Altstadt Sanfang Qixiang.
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Xiamen厦门
Hafen- und Inselstadt im Süden, mit der Welterbe-Insel Gulangyu, dem Nanputuo-Tempel und Minnan-Küche.
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Quanzhou泉州
Das Zayton der Song- und Yuan-Zeit, einer der großen Häfen der Welt; Welterbe seit 2021.
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Zhangzhou漳州
Stadt am Jiulong Jiang mit Obstgärten, Tulou-Dörfern in Nanjing und Hua'an und dem alten Hafen Yuegang.
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Putian莆田
Heimat der Meeresgöttin Mazu; auf der Insel Meizhou steht ihr Ahnentempel.
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Longyan龙岩
Bergstadt im Hakka-Land des Westens, mit den Tulou von Yongding und der Altstadt von Changting.
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Wuyishan武夷山
Kreisfreie Stadt im Bezirk Nanping, Ausgangsort für das Wuyi-Gebirge und seine Felsentees.
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Ningde宁德
Küstenstadt im Nordosten, Sitz des Batterieherstellers CATL und Tor zum Taimu Shan; Zentrum der She-Kultur.
Sanming三明
Bergregion im Inland mit der Danxia-Landschaft von Taining und der Imbisstradition aus Shaxian.
Wuyi-Gebirge
Ein klarer Fluss windet sich in neun Bögen zwischen roten Felswänden hindurch, an deren Fuß Teebüsche wachsen. Seit Jahrhunderten kommen Dichter, Philosophen und Teetrinker hierher.
Fujian-Tulou
Von außen wirken sie wie Festungen, innen öffnen sich hölzerne Galerien zu einem Hof voller Leben: In den Tulou wohnten ganze Sippen unter einem Dach aus Lehm und Ziegeln.
Gulangyu
Keine Autos, dafür Gassen zwischen Villen, Banyanbäumen und Gärten am Meer: Auf der kleinen Insel vor Xiamen verbanden Heimkehrer aus Südostasien und fremde Kaufleute ihre Baustile.
Danxia von Taining
Ein Stausee verzweigt sich zwischen roten Felswänden, in deren Nischen Tempel kleben. Taining zeigt die Danxia-Landschaft in ihrer jungen, von Wasser zerschnittenen Form.
Ein Sprichwort teilt Fujian in acht Teile Berg, einen Teil Wasser und einen Teil Feld. Die Provinz gehört zu den waldreichsten Chinas; Ackerland gibt es vor allem in Flussebenen und an der Küste.
Der Gebirgszug trennt Fujian von Jiangxi und trägt den höchsten Gipfel Südostchinas. An seinem Südostrand liegen die roten Sandsteinfelsen und Teegärten von Wuyishan.
Der Min Jiang entwässert den Norden und mündet bei Fuzhou ins Meer, der Jiulong Jiang den Süden bei Xiamen. Beide Täler waren über Jahrhunderte die Wege ins Hinterland.
Die Küste ist stark gegliedert, mit tiefen Buchten, Inseln und Naturhäfen. Diese Lage machte Fujian zur Seefahrerprovinz, von Quanzhou bis Xiamen.
Subtropisch und feucht: milde Winter, lange heiße Sommer, Regenzeit im Frühsommer. Von Juli bis September ziehen Taifune über die Küste.
3. Jahrtausend v. Chr.Jungsteinzeit
Bei Tanshishan am Min Jiang fanden sich Muschelhaufen, Keramik und Steinwerkzeuge – Spuren einer frühen Küstenkultur, die von Fischfang und Sammeln lebte.
202–110 v. Chr.Königreich Min-Yue
Der Han-Gründer erkannte Wuzhu als König von Min-Yue an. Kaiser Wu beendete das Königreich; die Ruinen einer Stadt dieser Zeit liegen bei Chengcun nahe Wuyishan.
686–733Tang-Dynastie
686 wurde die Präfektur Zhangzhou eingerichtet. 733 taucht erstmals der Name Fujian auf, gebildet aus Fuzhou und Jianzhou, dem heutigen Jian'ou.
909–945Königreich Min
Wang Shenzhi regierte von Fuzhou aus ein eigenes Reich. Er förderte Handel und Buddhismus; aus dieser Zeit stammen Klöster und Pagoden der Stadt.
960–1368Song- und Yuan-Zeit
Quanzhou wurde zu einem der größten Häfen der Welt, 1087 erhielt es ein Seehandelsamt. Zhu Xi lehrte in den Wuyi-Bergen, und der Kult der Meeresgöttin Mazu breitete sich entlang der Küste aus.
1405–1567Ming-Dynastie
Zheng Hes Flotten warteten in Changle bei Fuzhou auf den Monsun. Nach langer Zeit des Seeverbots öffnete 1567 der Hafen Yuegang bei Zhangzhou für den privaten Überseehandel.
1842–1911Qing-Dynastie
Durch den Vertrag von Nanking 1842 wurden Fuzhou und Xiamen für den Außenhandel geöffnet; über sie ging Tee in alle Welt. 1866 entstand in Mawei bei Fuzhou eine der ersten modernen Werften Chinas.
武夷山
Rote Sandsteinfelsen über dem Fluss der Neun Biegungen, Teegärten des Da Hong Pao und die Akademie des Zhu Xi – eingetragen als Natur- und Kulturerbe.
福建土楼
Runde und eckige Wohnburgen aus Stampflehm, in denen ganze Sippen lebten. Die bekanntesten stehen in Yongding, Nanjing und Hua'an.
鼓浪屿
Autofreie Insel vor Xiamen mit Villen, Kirchen und Gärten der Zeit um 1900 – ein Mischstil aus Minnan-Bautradition und fremden Formen.
泉州
Tempel, Moschee, Brücken, Hafenreste und Brennöfen bezeugen den Welthafen der Song- und Yuan-Zeit.
泰宁丹霞
Schluchten, Felsnischen und der verzweigte Dajin-See im roten Sandstein – Teil des Welterbes „China Danxia“.
三坊七巷
Das Gassenviertel im Zentrum von Fuzhou mit Wohnhöfen der Ming- und Qing-Zeit, hohen Brandmauern und Museen in alten Gelehrtenhäusern.
湄洲妈祖祖庙
Der Tempel auf der Insel vor Putian gilt als Ursprung des Mazu-Kults; Gläubige aus ganz Südostasien pilgern hierher.
太姥山
Granitberg über dem Meer im Nordosten, mit Felstürmen, Höhlengängen und Teegärten, aus denen der Weißtee von Fuding kommt.
Eine der acht großen Küchen Chinas: klare Brühen, Meeresfrüchte, rote Weintreber als Würze und ein leicht süßlicher Grundton. Suppen gelten als Herzstück jeder Tafel.
Mehr dazu →Das Festtagsgericht aus Fuzhou vereint Seegurke, Abalone, Pilze und Brühe in einem versiegelten Tontopf; der Duft soll selbst Mönche über die Mauer gelockt haben.
Mehr dazu →Kleine Austern mit Süßkartoffelstärke und Ei in der Pfanne gebraten – der Imbiss der Minnan-Küste von Xiamen bis Quanzhou.
Mehr dazu →Die Treber aus rotem Hefereis färben das Fleisch rot und geben ihm ein weiniges Aroma – typisch für die Küche um Fuzhou.
Mehr dazu →Wuyi-Felsentee und Tieguanyin aus Anxi sind berühmte Oolongs, dazu kommen Weißtee aus Fuding, Jasmintee aus Fuzhou und Lapsang Souchong aus dem Wuyi-Gebirge.
Mehr dazu →Im Süden um Xiamen, Quanzhou und Zhangzhou spricht man Minnan. Tempelfeste, Puppentheater und Arkadenhäuser prägen den Alltag; Auswanderer trugen die Kultur nach Südostasien.
Die Verehrung der Meeresgöttin Mazu, die der Überlieferung nach auf Meizhou lebte, ist Volksreligion der Fischer und Seeleute. Glaube und Bräuche sind immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Die alte Kammermusik aus Quanzhou verbindet Gesang mit Pipa, Flöte und Klappern in langsamem Tempo. Sie ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Im Bergland um Longyan leben Hakka, deren Vorfahren aus Nordchina einwanderten. Sie bewahren eigenen Dialekt, Ahnenhallen und Lieder und bauten viele der Tulou.
Mehr dazu →Aus Fuzhou kommen Schnitzereien aus Shoushan-Stein und kernlose Lackarbeiten, aus Dehua das elfenbeinweiße Porzellan, das in Europa als „Blanc de Chine“ bekannt wurde.
Mehr dazu →Der Batteriehersteller CATL hat seinen Sitz in Ningde und gehört zu den weltweit größten Produzenten von Akkus für Elektroautos und Energiespeicher.
Firmenprofil →Jinjiang bei Quanzhou ist ein Zentrum der Schuh- und Sportbekleidungsindustrie; mehrere große chinesische Sportmarken haben hier ihren Sitz.
Xiamen und Fuzhou betreiben große Container- und Kreuzfahrthäfen. Die Verbindungen zu Südostasien reichen über die Familien der Auswanderer weit zurück.
Anbau, Verarbeitung und Handel von Tee sind in Anxi, Wuyishan und Fuding ein wichtiger Wirtschaftszweig, vom Familienbetrieb bis zum großen Verarbeiter.
In Fuqing bei Fuzhou sitzt Fuyao, einer der größten Hersteller von Autoglas. Im Bezirk Longyan hat der Bergbaukonzern Zijin seinen Sitz.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 闽 | mǐn | Kürzel der Provinz Fujian |
| 闽南 | Mǐnnán | Süd-Fujian, Region und Sprache |
| 土楼 | tǔlóu | Wohnburg aus Stampflehm |
| 客家 | Kèjiā | Hakka, Bevölkerungsgruppe |
| 妈祖 | Māzǔ | Meeresgöttin |
| 岩茶 | yánchá | Felsentee aus dem Wuyi-Gebirge |
| 南音 | nányīn | Kammermusik aus Quanzhou |
| 华侨 | huáqiáo | Auslandschinesen |
| 刺桐 | Cìtóng | Korallenbaum, alter Name von Quanzhou |
Für Tee wie Wuyi-Felsentee, Tieguanyin und Weißtee, für die Tulou-Rundhäuser, das Wuyi-Gebirge, die Insel Gulangyu und den alten Welthafen Quanzhou. Dazu kommen die Minnan-Kultur, der Mazu-Kult und eine Küche mit klaren Suppen und Meeresfrüchten.
Fuzhou am Unterlauf des Min Jiang. Die größte Hafen- und Reisestadt ist jedoch Xiamen im Süden.
Große, meist runde oder rechteckige Wohnbauten aus Stampflehm, in denen eine Sippe mit vielen Familien lebte. Nach außen wirken sie wie Festungen, innen öffnen sich Galerien zu einem Hof mit Ahnenhalle. Die schönsten stehen um Yongding, Nanjing und Hua'an.
Die Provinz ist Heimat des Oolongs: Da Hong Pao und andere Felsentees aus Wuyishan, Tieguanyin aus Anxi. Weißtee wie Silbernadel kommt aus Fuding und Zhenghe, Lapsang Souchong aus dem Wuyi-Gebirge, Jasmintee aus Fuzhou.
Aus dem Minnan-Dialekt der Küste um Xiamen, wo Tee „tê“ heißt. Seefahrer brachten das Wort nach Europa, während Sprachen, die Tee über Landwege kannten, eher Formen von „cha“ verwenden.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Geographie
Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.
Tee
Tieguanyin, Felsentees aus Wuyi, Dancong — halbfermentiert zwischen Grün und Schwarz.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Musik
Von der klassischen Instrumentalmusik bis zum Pop.
Kunsthandwerk
Jingdezhen, Blau-Weiß, Seladon — das weiße Gold, das Europa jahrhundertelang nachahmen wollte.