Wuyi-Allee und Taiping-Straße五一广场 · 太平街
Das Zentrum am Ostufer: Einkaufsstraßen, die restaurierte Taiping-Straße mit Läden und Imbissen und abends die dichteste Restaurantszene der Stadt.
Provinzhauptstadt · Hunan
Chángshā
Eine Stadt, die man mit dem Mund kennenlernt: scharfe Pfannen, schwarzer Tofu und Nachtmärkte am Xiang – und dazu eine Gelehrtentradition, die über tausend Jahre zurückreicht.
Das Zentrum am Ostufer: Einkaufsstraßen, die restaurierte Taiping-Straße mit Läden und Imbissen und abends die dichteste Restaurantszene der Stadt.
Am Westufer steigt der bewaldete Yuelu-Berg auf. An seinem Fuß liegen die Yuelu-Akademie und mehrere Universitäten – ein ruhiger Gegenpol zur Innenstadt.
Uferpromenaden säumen beide Seiten des Flusses; die lange Insel in der Mitte ist ein Park. An Feiertagen steigt mitunter Feuerwerk über dem Wasser auf.
Changsha gehört zur Provinz Hunan (湖南). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Xiang fließt von Süden nach Norden durch die Stadt zum Dongting-See. Er war über Jahrhunderte der Handelsweg für Reis, Holz und Tee.
Der Hügel am Westufer gilt als Ausläufer des Heng Shan. Wald, Tempel und Aussichtspunkte machen ihn zum Naherholungsgebiet der Stadt.
Heiße, schwüle Sommer und kühle, nasse Winter. Oktober und November sind meist trocken und mild.
5.–3. Jh. v. Chr.Chu und die Streitenden Reiche
Changsha war ein Stützpunkt des Staates Chu im Süden. Aus Gräbern dieser Zeit stammen Seidenmalereien, Lackwaren und Bronzeschwerter.
2. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Als Hauptstadt des Königreichs Changsha war die Stadt Sitz eines Hofes. Der Gelehrte Jia Yi wirkte hier als Lehrer des Königs; an ihn erinnert eine Gedenkstätte an der Taiping-Straße.
8.–9. Jh.Tang-Dynastie
Die Brennöfen von Tongguan nördlich der Stadt schufen bemalte Keramik für den Fernhandel. Der Mönch Huaisu aus Lingling, der sich selbst nach Changsha benannte, wurde als Meister der wilden Kursivschrift berühmt.
976 und 1167Song-Dynastie
Die Yuelu-Akademie wurde gegründet und zog Gelehrte aus dem ganzen Reich an. 1167 kam Zhu Xi zu einem berühmten Streitgespräch mit Zhang Shi nach Changsha.
1664–1911Qing-Dynastie
Als Hauptstadt der neuen Provinz Hunan wuchs Changsha zum Verwaltungs- und Reismarkt. Nach 1904 kamen ausländische Handelshäuser und Dampfschiffe auf den Xiang.
湖南博物院
Herzstück sind die Funde aus Mawangdui: die T-förmige Seidenmalerei, Seidenschriften, Lackgeschirr und das hauchdünne Gazegewand. Eintrittskarten vorab reservieren.
岳麓书院
Hallen, Bibliothek und Konfuziustempel einer Gelehrtenschule, die seit der Song-Zeit besteht. Die Inschrift am Tor preist Chu als Land der Talente.
爱晚亭
Der Pavillon von 1792 im Tal hinter der Akademie trägt einen Namen aus einem Gedicht Du Mus über Ahornlaub im Abendlicht – im Herbst leuchtet das Tal rot.
马王堆汉墓
Am Fundort im Osten der Stadt ist die Grabgrube des dritten Grabes zu sehen, Zugang mit Reservierung über das Hunan-Museum. Die Funde selbst liegen im Hunan-Museum.
天心阁
Der Turm auf dem letzten erhaltenen Stück der alten Stadtmauer bietet Blick über das Zentrum; der Park ringsum folgt dem Verlauf der Mauer.
铜官窑
Am Ufer des Xiang nördlich der Stadt liegen die Reste der Tang-zeitlichen Brennöfen; ein Museum zeigt bemalte Kannen mit Versen und Sprichwörtern.
靖港古镇
Ehemaliger Reishafen am Xiang mit Kopfsteinpflaster, Holzfassaden und Teehäusern, gut als Halbtagesausflug mit Tongguan zu verbinden.
Schwarz frittiert, aufgeschnitten und mit Chili, Knoblauch und Brühe gefüllt – der Imbiss der Stadt schlechthin, an jeder Straßenecke.
Dicke, runde Reisnudeln in Brühe mit Schmorfleisch, eingelegtem Gemüse und Chiliöl – so beginnt in Changsha der Tag.
Im Sommer das Gericht der Nachtmärkte: Krebse, mit Chili, Perilla und Bier geschmort und mit den Fingern gegessen.
Der gedämpfte Fischkopf unter salzigen roten Chilis steht in fast jedem Restaurant der Xiang-Küche auf der Karte.
Mehr dazu →Werkstätten in Shaping im Norden der Stadt sticken Tiger mit Fell aus feinstem Spaltgarn und doppelseitige Bilder. Ein Museum zeigt die Technik.
Mehr dazu →Die Changsha-Variante der Huagu-Oper wird im örtlichen Dialekt gesungen; Klassiker sind heitere Stücke über Bauern, Hochzeiten und Nachbarn.
Mehr dazu →Ouyang Xun, Meister der strengen Regelschrift, stammte aus dem Raum Changsha; der Mönch Huaisu aus Lingling im Süden Hunans wurde mit seiner wilden Kursive berühmt.
Mehr dazu →Der Kreis Liuyang östlich der Stadt ist eines der großen Feuerwerkszentren Chinas; Werkstätten und Feuerwerksfeste gehören zur lokalen Identität.
Mehrere große Hersteller von Betonpumpen, Kränen und Baggern haben in Changsha Sitz oder Werke; die Stadt ist einer der wichtigsten Standorte dieser Branche weltweit.
Hunan TV und seine Streamingplattform machen Changsha zu einem Zentrum der Fernseh- und Unterhaltungsproduktion.
Tee-Getränkeketten, Snackmarken und Restaurantketten aus Changsha haben sich landesweit ausgebreitet; Essen gilt als Aushängeschild der Stadt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 长沙 | Chángshā | Changsha |
| 潭州 | Tánzhōu | alter Name der Stadt |
| 马王堆 | Mǎwángduī | Han-Gräberfeld |
| 岳麓山 | Yuèlù Shān | Yuelu-Berg |
| 书院 | shūyuàn | Akademie |
| 臭豆腐 | chòudòufu | stinkender Tofu |
| 湘绣 | xiāngxiù | Xiang-Stickerei |
| 铜官窑 | Tóngguān yáo | Brennöfen von Tongguan |
Für die Funde aus Mawangdui im Hunan-Museum, die Yuelu-Akademie, den stinkenden Tofu und ein Nachtleben, das sich um Essen dreht. Wirtschaftlich stehen Baumaschinen und Fernsehen im Vordergrund.
Drei Gräber der Familie des Marquis von Dai aus dem 2. Jahrhundert v. Chr.: Seidenmalereien, Seidenschriften mit philosophischen und medizinischen Texten, Lackwaren, Textilien und der erstaunlich gut erhaltene Leichnam der Marquise Xin Zhui.
Zwei Tage reichen für Hunan-Museum, Yuelu-Berg mit Akademie und einen Abend in der Innenstadt. Mit Tongguan oder Jinggang kommt ein halber Tag hinzu.
Mit dem Schnellzug von Changsha Süd über Changde nach Zhangjiajie West; alternativ per Bus oder Flug.
Provinz
Südlich des Dongting-Sees fließen vier Flüsse durch ein Land aus Reisfeldern, Bergwäldern und Sandsteintürmen – Heimat einer der schärfsten Küchen Chinas und alter Akademien.
Stadt · Hunan
Eine Stadt, die nach ihrem Wald benannt wurde: Rings um das Tal des Li-Flusses stehen Sandsteintürme im Nebel, und über der Stadt öffnet sich im Fels das Himmelstor.
Stadt · Hunan
Wo der Dongting-See in den Jangtse übergeht, steht ein Holzturm, über den Dichter seit der Tang-Zeit schreiben – und vor ihm liegt die Insel, auf der Chinas feinster Gelbtee wächst.
Kunst
Schriftstile, Werkzeuge und Meister der chinesischen Schreibkunst.
Kunsthandwerk
Vom Maulbeerbaum über die Seidenstraße bis zur Haute Couture — Herstellung, Geschichte, Bedeutung.