Rundgang durch die Ruinenstadt
Vom Museum über den Fluss zum Palastbezirk, durch die Kieselgassen zur Zushi-Halle und zurück am Ufer entlang.
Historische Stätte · Hunan
Lǎosīchéng
In einer Flussschleife tief im Wuling-Gebirge liegen die Mauern einer Stadt, von der aus eine Tujia-Familie sechs Jahrhunderte lang ihre Täler regierte.
Auf einer Anhöhe über dem Fluss liegen die Fundamente der Residenz, umgeben von Mauern aus Flusssteinen. Terrassen zeigen, wo Hallen und Höfe standen.
Die Gassen der Stadt sind mit Flusskieseln in Mustern gepflastert und folgen noch dem ursprünglichen Plan, samt Abwasserrinnen.
Eine hölzerne Tempelhalle am Hang, eines der wenigen aufrecht erhaltenen Gebäude der Anlage, mit kräftigem Balkenwerk im Stil der Region.
Grabanlagen der Tusi und ihrer Familien mit steinernen Grabkammern; einige Funde sind im Museum ausgestellt.
Das Museum zeigt Grabungsfunde, Modelle der Stadt und erklärt, wie die Tusi-Herrscher zwischen Kaiserhof und Bergdörfern vermittelten.
Der Lingxi-Fluss umfließt die Stadt auf drei Seiten und machte sie schwer zugänglich – ein natürlicher Schutz.
Vom Museum über den Fluss zum Palastbezirk, durch die Kieselgassen zur Zushi-Halle und zurück am Ufer entlang.
Vormittags die Ruinenstadt, nachmittags das Wasserfalldorf Furong im selben Kreis mit Stelzenhäusern über einer Felskante.
春Frühling
Frisches Grün an den Hängen und viel Nebel im Tal. Die Wege können nach Regen schlammig sein.
夏Sommer
Warm und feucht, mit Gewittern; im Tal bleibt es schattig. Früh am Morgen ist es am angenehmsten.
秋Herbst
Klare Tage und bunte Wälder – die beste Zeit für einen Besuch mit Furong.
冬Winter
Kühl, ruhig und oft neblig. Zum Neujahr finden in Tujia-Dörfern der Umgebung Schwingtanzfeste statt.
Bewaldete Kalk- und Sandsteinberge mit engen Tälern umgeben die Stadt; Reisterrassen und Dörfer liegen an den Hängen.
Die Stadt liegt in einem geschützten Talkessel, umgeben von Bergen und dem Fluss – eine Lage, die Verteidigung und Fengshui zugleich diente.
940Fünf Dynastien
Nach Kämpfen mit dem Königreich Chu wurde eine Bronzesäule mit einem Vertrag aufgestellt, der der Familie Peng die Herrschaft über das Gebiet Xizhou bestätigte.
1135Südliche Song
Die Pengs verlegten ihren Sitz in das Tal von Laosicheng. Die Stadt wuchs mit Palast, Straßen, Tempeln und Gräbern.
1271–1644Yuan- und Ming-Zeit
Der Kaiserhof ernannte die Pengs zu erblichen Tusi. Sie zahlten Tribut, stellten Truppen und verwalteten ihre Täler weitgehend nach eigenem Brauch.
18. Jh.Qing-Dynastie
Unter Kaiser Yongzheng wurde das Tusi-System in Westhunan aufgelöst und durch Kreise ersetzt. Die Stadt verlor ihre Funktion und verfiel.
芙蓉镇
Das alte Marktdorf Wangcun liegt über einem Wasserfall am Youshui; Stelzenhäuser und eine Pflasterstraße säumen die Felskante.
凤凰古城
Die Altstadt am Tuo-Fluss im selben Bezirk Xiangxi lässt sich mit Laosicheng und Zhangjiajie verbinden.
Räucherfleisch, Sauergemüse, Klebreiskuchen und Reiswein – einfache Bergküche in den Gasthäusern um Yongshun.
Einheimische Häuptlingsfamilien regierten im Namen des Kaisers mit eigenen Titeln, Heeren und Bräuchen – eine Form der Verwaltung, die in vielen Bergregionen Südchinas galt.
Der Festtanz der Tujia wurde einst vor den Ahnenhallen der Tusi getanzt und ist bis heute Teil der Neujahrsfeiern im Kreis Yongshun.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 老司城 | Lǎosīchéng | „Alte Tusi-Stadt“ |
| 土司 | tǔsī | erblicher Häuptling im Dienst des Kaisers |
| 永顺 | Yǒngshùn | Kreis Yongshun |
| 土家族 | Tǔjiāzú | Tujia |
| 改土归流 | gǎi tǔ guī liú | Ersetzung der Tusi durch reguläre Beamte |
| 溪州铜柱 | Xīzhōu tóngzhù | Bronzesäule von Xizhou |
Ein erblicher einheimischer Herrscher in den Bergregionen Südchinas, den der Kaiserhof mit Titel und Siegel ausstattete. Die Tusi verwalteten ihre Gebiete nach eigenem Brauch und leisteten dafür Tribut und Heeresdienst.
Laosicheng in Hunan, Tangya in Hubei und Hailongtun in Guizhou, gemeinsam seit 2015 eingetragen.
Für Interessierte an Geschichte und Tujia-Kultur ja. Die Ruinen sind unspektakulärer als Paläste in Peking, aber die Lage im Tal und das Museum machen den Ort verständlich. Mit Furong ergibt sich ein guter Tagesausflug.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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