Wu Cheng'en

吴承恩

SchriftstellerDichter
Geboren:1500Huai'an, Jiangsu, China
Gestorben:1582
Nationalität:Chinesisch

Gelehrter und Dichter der Ming-Zeit, dem der Roman „Die Reise in den Westen“ zugeschrieben wird – die Abenteuererzählung um den Affenkönig Sun Wukong, eine Mischung aus Volksmärchen, Satire und buddhistisch-daoistischer Allegorie.

Leben

Wu Cheng'en lebte etwa von 1500 bis 1582 in Huai'an in der Provinz Jiangsu. Er stammte aus einer Familie kleiner Beamter und Kaufleute, bestand die höheren Beamtenprüfungen nicht und bekleidete nur niedrige Ämter. Bekannt war er zu Lebzeiten als Dichter und Verfasser von Prosastücken.

Die Reise in den Westen

Der Roman erschien 1592 ohne Autorenangabe. Die Zuschreibung an Wu Cheng'en stützt sich vor allem auf eine Lokalchronik von Huai'an und setzte sich im 20. Jahrhundert durch; ganz geklärt ist sie bis heute nicht. Die Erzählung verarbeitet die historische Pilgerreise des Mönchs Xuanzang nach Indien und ältere Volkserzählungen zu einem Abenteuer- und Götterroman mit dem Affenkönig Sun Wukong als Hauptfigur.

Wirkung

Sun Wukong ist eine der populärsten Figuren Ostasiens: in der Peking-Oper, in Zeichentrickfilmen, Comics und Videospielen. Der Roman zählt zu den vier großen klassischen Romanen Chinas.

Auf Deutsch

Lange gab es nur gekürzte Fassungen. Die erste vollständige deutsche Übersetzung legte Eva Lüdi Kong 2016 bei Reclam vor; sie wurde 2017 mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet.

Literarische Werke