Konfuziustempel
Von Süden nach Norden durch neun Höfe, vorbei an Toren, Stelenpavillons und dem Aprikosenaltar bis zur Dacheng-Halle und den Nebenhallen.
Historische Stätte · Shandong
Sān Kǒng
Ein Tempel, der wie ein Kaiserpalast gebaut ist, ein Wohnsitz mit Hunderten Räumen und ein Wald voller Gräber: Die „Drei Kong“ erzählen, wie aus einem Lehrer ein Staatskult wurde.
Das steinerne Tor am Südeingang des Tempels ist nach einem Himmelsgestirn benannt. Dahinter folgen Höfe mit Zypressen und weiteren Toren.
Der hölzerne Bibliotheksbau bewahrte Bücher und kaiserliche Geschenke. Seine Konstruktion hat mehreren Erdbeben standgehalten.
Dreizehn Pavillons schützen Stelen von Kaisern der Tang bis Qing, viele auf steinernen Schildkröten. Sie berichten von Opfern und Restaurierungen.
Ein Pavillon mitten im Tempel erinnert an den Ort, an dem Konfuzius unter Aprikosenbäumen gelehrt haben soll.
Die Haupthalle mit gelbem Doppeldach ruht vorn auf Steinsäulen, um die sich gemeißelte Drachen winden. Innen thront eine Statue des Konfuzius.
Amtssitz und Wohnhaus der Yansheng Gong: vorn Amtsräume für Empfänge, hinten Wohnhöfe und ein Garten. Hier wurde auch die berühmte Kong-Küche gepflegt.
Ein ummauerter Wald aus Zypressen, Eichen und Pistazienbäumen mit unzähligen Grabhügeln und Stelen – einer der ältesten Familienfriedhöfe der Welt.
Ein schlichter Grabhügel mit Stele, daneben die Gräber von Sohn und Enkel. Ein Pfad führt zu der Hütte, in der der Schüler Zigong sechs Jahre trauerte.
Von Süden nach Norden durch neun Höfe, vorbei an Toren, Stelenpavillons und dem Aprikosenaltar bis zur Dacheng-Halle und den Nebenhallen.
Östlich des Tempels: von den Amtsräumen im vorderen Teil zu den Wohnhöfen und dem Garten im hinteren Teil.
Über die Zypressenallee zum Friedhof. Innen fahren Elektrowagen und Kutschen; zu Fuß oder mit dem Leihrad lässt sich die Weite besser erleben.
Vormittags Tempel und Residenz, mittags Kong-Küche, nachmittags Friedhof, abends der Yan-Tempel oder ein Spaziergang auf der Stadtmauer.
春Frühling
Im April blühen Aprikosen und Kirschpflaumen in den Höfen, die Luft ist mild. Gute Zeit für ruhige Besuche.
夏Sommer
Heiß und schwül; die alten Zypressen spenden Schatten. Früh am Morgen sind die Höfe am leersten.
秋Herbst
Ende September finden um den Geburtstag des Konfuzius Zeremonien statt; danach klares Herbstwetter.
冬Winter
Kalt und still, oft mit Frost. Schnee auf gelben Dächern und Zypressen gibt den Anlagen eine besondere Ruhe.
Im Tempel und im Friedhof stehen Hunderte alter Zypressen; einige werden der Überlieferung nach auf die Han- oder Tang-Zeit zurückgeführt.
Eine chinesische Pistazienart, die der Legende nach der Schüler Zigong am Grab pflanzte. Aus ihrem Holz werden in Qufu Stöcke und Schnitzereien gefertigt.
Der Tempel liegt auf der Nord-Süd-Achse der ummauerten Stadt. Die Residenz schließt im Osten an, eine Allee führt zum Friedhof im Norden.
Ein kleiner Fluss durchquert den Friedhof vor dem Grab des Konfuzius und wird von einer Bogenbrücke überspannt.
478 v. Chr.Frühling und Herbst
Nach dem Tod des Konfuzius wurde sein Wohnhaus der Überlieferung nach zum Ort der Verehrung. Die Schüler bestatteten ihn nördlich der Stadt.
195 v. Chr.Han-Dynastie
Kaiser Gaozu opferte in Lu dem Konfuzius. Nach und nach übernahm der Staat Unterhalt und Ausbau der Anlagen.
1055Song-Dynastie
Der Hof verlieh der Hauptlinie den Titel Yansheng Gong. Aus ihrem Wohnsitz wuchs die Kong-Residenz.
1368–1644Ming-Dynastie
Unter den Ming erhielt der Tempel weitgehend seine heutige Gestalt; die Residenz wurde ausgebaut und die Stadt zum Schutz des Tempels neu ummauert.
1724Qing-Dynastie
Nach einem Brand ließ Kaiser Yongzheng die Dacheng-Halle mit Drachensäulen und gelbem Dach neu errichten.
颜庙
Der Tempel für Yan Hui, den Lieblingsschüler des Konfuzius, liegt nur wenige Gehminuten entfernt und ist deutlich ruhiger.
泰山
Der heilige Ostberg liegt nördlich von Qufu an derselben Schnellfahrstrecke und lässt sich gut mit einem Besuch verbinden.
Die Bankettküche der Residenz mit literarisch benannten Gerichten wird in Restaurants rund um die Altstadt serviert.
Mehr dazu →Um den Geburtstag des Konfuzius wird im Tempel eine Zeremonie mit Ritualmusik, Tänzern und Opfergaben nach altem Vorbild aufgeführt.
Mehr dazu →Stelen und Inschriften aus vielen Dynastien machen die Stätten zu einem Archiv chinesischer Schrift von der Han-Zeit an.
Mehr dazu →Menschlichkeit, rechtes Verhalten, Kindespietät und Bildung: Die Lehre, die hier verehrt wird, prägte Staat und Familie in Ostasien über zwei Jahrtausende.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 孔庙 | Kǒng Miào | Konfuziustempel |
| 孔府 | Kǒng Fǔ | Kong-Residenz |
| 孔林 | Kǒng Lín | Kong-Friedhof („Kong-Wald“) |
| 大成殿 | Dàchéng Diàn | Halle der großen Vollendung |
| 杏坛 | Xìngtán | Aprikosenaltar |
| 衍圣公 | Yǎnshèng Gōng | Herzog, der die Heiligkeit fortführt |
| 儒家 | Rújiā | Konfuzianismus |
Der Konfuziustempel, die Kong-Residenz der Nachfahren und der Kong-Friedhof in Qufu. Zusammen sind sie seit 1994 UNESCO-Welterbe.
Einen ganzen Tag für alle drei Stätten. Wer nur Tempel und Residenz sieht, kommt mit einem halben Tag aus.
Im Kong-Friedhof nördlich der Altstadt von Qufu. Sein Grabhügel liegt neben denen seines Sohnes und seines Enkels.
Um den überlieferten Geburtstag Ende September. Die genauen Termine und der Zugang werden jährlich bekannt gegeben.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Konfuzius' Heimat, Qingdao, Industrie.
Stadt · Shandong
Eine kleine Stadt, in deren Mauern sich alles um einen Mann dreht: Seit zweieinhalb Jahrtausenden ehren hier seine Nachfahren und Schüler den Konfuzius.
Philosophie
Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Legalismus und ihre Denker.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.