Rundgang am Wasserbau
Vom Südtor über Lidui-Park und Fulong-Tempel zum Baoping-Durchlass, weiter am Fluss zum Sandüberlauf, über die Anlan-Brücke zum Fischmaul und hinauf zum Erwang-Tempel.
Historische Stätte · Sichuan
Dūjiāngyàn · Qīngchéng Shān
Unten ein Wasserbau aus der Qin-Zeit, der noch immer eine ganze Ebene tränkt, oben ein Bergwald voller daoistischer Tempel: Hier haben Menschen gelernt, mit der Natur statt gegen sie zu bauen.
Ein spitzer Damm teilt den Min in einen inneren und einen äußeren Arm. Seine Form lenkt bei Niedrigwasser mehr, bei Hochwasser weniger Wasser in die Ebene.
Eine niedrige Überlaufschwelle wirft bei Hochwasser Kies und Sand zurück in den äußeren Fluss, damit die Kanäle nicht verlanden.
Ein in den Fels gebrochener Kanal wie ein Flaschenhals. Er begrenzt, wie viel Wasser in die Ebene strömt.
Am Hang über dem Fluss verehrt man Li Bing und seinen Sohn. Tafeln mit Regeln für die Instandhaltung hängen in den Hallen.
Die schwankende Brücke überquert beide Flussarme und zeigt die Anlage von oben.
Der zentrale Tempel am vorderen Berg, an der Stelle, wo Zhang Daoling gelehrt haben soll. Alte Ginkgos stehen im Hof.
Oben am vorderen Berg liegen der Shangqing-Palast und auf dem Gipfel der Pavillon des Laozi mit weitem Blick über die Ebene.
Schluchten, Wasserfälle und Hängestege im Wald, ohne große Tempel, dafür mit alten Dörfern am Weg.
Vom Südtor über Lidui-Park und Fulong-Tempel zum Baoping-Durchlass, weiter am Fluss zum Sandüberlauf, über die Anlan-Brücke zum Fischmaul und hinauf zum Erwang-Tempel.
Vom Tor über Jianfu-Palast und Tianshi-Höhle zum Shangqing-Palast und zum Gipfel. Eine Seilbahn und ein Boot auf einem kleinen See verkürzen den Weg.
Vom Dorf Tai'an durch die Schluchten des Feiquan-Tals mit Wasserfällen, Stegen und Bergdörfern; eine Seilbahn führt ein Stück hinauf.
春Frühling
Frisches Grün und zum Qingming das Fest der Wasserfreigabe mit Opfern und Umzug am Fluss.
夏Sommer
Der Fluss führt viel Wasser, die Anlage zeigt ihre Wirkung am deutlichsten. Der Bergwald ist kühler als die Ebene.
秋Herbst
Klare Tage und goldene Ginkgos an den Tempeln des Qingcheng Shan.
冬Winter
Niedriger Wasserstand, stille Tempel und oft Nebel. Früher wurde in dieser Zeit das Flussbett ausgeräumt.
Immergrüner Laubwald mit Zypressen, Ginkgos und Bambus umgibt die Tempel; das Grün gab dem Berg den Namen „Grüne Stadt“.
Der Min bringt aus dem Hochland viel Geröll mit. Die Anlage nutzt Kurven und Strömung, um es aus den Kanälen zu halten.
Der Wasserbau liegt genau an der Stelle, an der der Min die Schluchten verlässt und sich in die Ebene öffnet.
Das Kanalnetz verwandelte die Ebene in ein Land sicherer Ernten, das man „Land des Überflusses“ nannte.
um 256 v. Chr.Zeit der Streitenden Reiche
Li Bing, Präfekt des Staates Qin in Shu, ließ den Fluss teilen und den Fels am Baoping-Durchlass mit Feuer und Wasser sprengen.
2. Jh.Östliche Han-Dynastie
Zhang Daoling gründete die Schule des Himmelsmeisters und lehrte am Qingcheng Shan. Die ersten Tempel entstanden.
618–907Tang-Dynastie
Daoistische und buddhistische Mönche stritten um den Berg; der Kaiserhof sprach ihn den Daoisten zu.
19. Jh.Qing-Dynastie
Viele der heutigen Tempelhallen wurden neu errichtet. Die jährliche Räumung des Flussbetts folgte weiter den alten Regeln.
灌口古城
Gassen und Kanäle am Eingang zum Wasserbau, mit Teehäusern und Gasthäusern.
成都
Die Provinzhauptstadt liegt eine Bahnstunde entfernt und ist der übliche Ausgangspunkt.
Gasthäuser am Fuß des Berges servieren Hühnersuppe mit Ginkgonüssen, eingelegtes Gemüse und Räucherfleisch.
Mehr dazu →In den Tempeln leben Mönche und Nonnen; Morgenrituale, Musik und Übungen wie Taiji gehören zum Alltag.
Mehr dazu →Zum Qingming wird die Sperre im Fluss feierlich geöffnet – ein Brauch, der an die jährliche Instandhaltung erinnert.
Mehr dazu →Merksätze wie „tief graben, niedrig bauen“ sind in Stein gemeißelt und fassen die Erfahrung von Jahrhunderten zusammen.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 都江堰 | Dūjiāngyàn | Bewässerungssystem |
| 青城山 | Qīngchéng Shān | „Berg der grünen Stadt“ |
| 鱼嘴 | yúzuǐ | Fischmaul |
| 宝瓶口 | Bǎopíngkǒu | Baoping-Durchlass |
| 天师 | tiānshī | Himmelsmeister |
| 道观 | dàoguàn | daoistischer Tempel |
| 深淘滩,低作堰 | shēn táo tān, dī zuò yàn | tief graben, niedrig bauen |
Es ist eines der ältesten noch arbeitenden Bewässerungssysteme der Welt und kommt ohne Staumauer aus. Zusammen mit dem daoistischen Qingcheng Shan zeigt es, wie Technik und Naturverständnis zusammengehören.
Der vordere Berg hat die wichtigen Tempel und ist kürzer. Der hintere bietet Schluchten, Wasserfälle und Dörfer. Wer nur einen Tag hat, wählt den vorderen.
Ja, mit frühem Start aus Chengdu: vormittags der Wasserbau, nachmittags der vordere Qingcheng Shan. Zwei Tage sind entspannter.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Pandas, scharfe Küche, Chengdu und Chongqing.
Stadt · Sichuan
Seit mehr als zwei Jahrtausenden teilt hier ein Damm aus Kies und Bambuskörben den Min-Fluss – und verwandelt die Ebene dahinter in eines der fruchtbarsten Länder Chinas.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Philosophie
Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Legalismus und ihre Denker.