Ostroute vom Yungu-Tempel
Der kürzeste Fußweg führt vom Yungu-Tempel über gleichmäßige Stufen zum Baie-Grat im Osten des Plateaus. Parallel fährt die Yungu-Seilbahn – viele fahren hinauf und gehen hinab.
Gebirge · Anhui
Huángshān
Granitnadeln, an deren Kanten Kiefern wurzeln, und darunter ein Meer aus Wolken: Der Gelbe Berg ist seit Jahrhunderten das Urbild der chinesischen Berglandschaft.
Die Kiefer streckt einen Ast wie einen ausgebreiteten Arm über den Abgrund und gilt als Wahrzeichen des Berges. Sie wird ständig von einem eigenen Pfleger betreut.
Der „Gipfel der himmlischen Hauptstadt“ ist der steilste der drei Hauptgipfel. Der Weg führt über den schmalen Grat „Karauschenrücken“ mit Tiefblick zu beiden Seiten – sofern der Gipfel nicht gerade zur Erholung gesperrt ist.
Der Lotusgipfel ist der höchste Punkt des Gebirges; seine Felsblätter erinnern an eine sich öffnende Blüte. Er und der Tiandu Feng werden im Wechsel zeitweise zur Erholung gesperrt.
Der „Gipfel des Lichts“ ist eine breite, flache Kuppe mitten auf dem Plateau – der beste Platz, um das Wolkenmeer im Osten und im Westen zugleich zu überblicken.
Ein länglicher Block steht aufrecht auf einer Felsplatte, als sei er vom Himmel gefallen. Der Aussichtspunkt am Rand blickt in die Schluchten des Westmeers.
Senkrechte Wände, Felstürme und in den Fels gehauene Treppen: Der Canyon ist der wildeste Teil des Gebirges. Am Paiyun-Pavillon am Rand sieht man abends die Sonne untergehen.
Am „Gipfel des beginnenden Glaubens“ ragen Kiefern aus nackten Felsen. Nahebei liegt die Qingliang-Terrasse, ein beliebter Platz für den Sonnenaufgang.
Eine schlanke Felsnadel mit einer Kiefer an der Spitze gleicht einem Pinsel. Der Name spielt auf die Legende an, Li Bai habe von einem blühenden Pinsel geträumt.
Der kürzeste Fußweg führt vom Yungu-Tempel über gleichmäßige Stufen zum Baie-Grat im Osten des Plateaus. Parallel fährt die Yungu-Seilbahn – viele fahren hinauf und gehen hinab.
Vom Ciguang-Pavillon steigen steile Stufen zum Yuping-Turm mit der Begrüßungskiefer. Der Weg ist länger und steiler als die Ostroute, aber landschaftlich am reichsten; die Yuping-Seilbahn läuft parallel.
Von Beihai über Shixin Feng, Guangming Ding und den Hergeflogenen Fels zum Paiyun-Pavillon: die klassische Runde zwischen den Hotels, mit vielen kurzen Auf- und Abstiegen.
Der Canyon wird auf zwei Schleifen begangen, über ausgesetzte Treppen und Felsgalerien. Eine Standseilbahn erspart den steilen Rückweg. Nur bei trockenem Wetter und guter Kondition.
Von der Nordseite fährt die Taiping-Seilbahn bis nahe an den Paiyun-Pavillon. Der Zugang eignet sich für alle, die aus dem Norden anreisen oder das Westmeer zuerst sehen wollen.
春Frühling
Im April und Mai blühen Rhododendren zwischen den Felsen, die Luft ist klar. Nach Regen bildet sich oft Wolkenmeer.
夏Sommer
Auf den Gipfeln deutlich kühler als im Tal, aber mit Gewittern und dichtem Nebel. Die Schulferien bringen volle Wege.
秋Herbst
Die klarste Sicht des Jahres und rot gefärbtes Laub an den Hängen. Die Feiertagswoche Anfang Oktober besser meiden.
冬Winter
Raureif auf den Kiefern, Schnee auf den Graten und die wenigsten Besucher. Bei Eis werden einzelne Wege gesperrt.
Der Granit erstarrte tief im Erdinneren und wurde später gehoben. Frost, Regen und Klüfte zerlegten ihn in Nadeln, Türme und Blöcke – daher die Fülle „seltsamer Felsen“.
Die nach dem Gebirge benannte Kiefernart wurzelt in Felsspalten, wächst langsam und bildet im Wind flache, schirmförmige Kronen. Viele Einzelbäume tragen Namen.
Von immergrünem Laubwald an den Hängen über Mischwald bis zu Kiefern und Zwergsträuchern auf den Graten: Auf kurzer Strecke wechseln mehrere Vegetationszonen.
Im Wald leben Tibet-Makaken, die hier seit Langem erforscht werden, dazu zahlreiche Vogelarten. Die Affen nicht füttern und Taschen geschlossen halten.
Feuchte Luft aus den Tälern staut sich unter den Gipfeln. Man spricht von fünf Meeren – Nord, Süd, Ost, West und Mitte –, je nach Himmelsrichtung vom Plateau aus.
Am Südfuß des Gebirges treten warme Quellen aus, das vierte der „vier Wunder“. Sie werden seit Jahrhunderten zum Baden genutzt.
Der Berg hieß bis dahin Yi Shan. Kaiser Xuanzong benannte ihn nach dem Gelben Kaiser um, der hier der Legende nach Unsterblichkeitspillen bereitete.
8.–13. Jh.Tang- und Song-Zeit
Dichter wie Li Bai priesen den Berg, buddhistische Mönche gründeten erste Klöster an seinen Hängen. Die Gipfel selbst blieben lange kaum erschlossen.
frühes 17. Jh.Ming-Dynastie
Der Mönch Pumen gründete das Kloster, aus dem der heutige Ciguang-Pavillon hervorging, und ließ Wege anlegen. Der Reisende Xu Xiake stieg 1616 und 1618 auf und machte den Berg mit seinen Tagebüchern berühmt.
17.–18. Jh.Qing-Dynastie
Hongren, Mei Qing und Shitao malten den Huangshan immer wieder. Die Xin'an-Schule prägte mit ihren kargen Tuschelinien das Bild des Berges bis heute.
西递 · 宏村
Die beiden Welterbe-Dörfer im Kreis Yi liegen gut eine Busstunde westlich des Gebirges und lassen sich mit dem Berg zu einer Reise verbinden.
太平湖
Der lang gestreckte Stausee am Nordfuß des Gebirges ist von bewaldeten Hügeln umgeben und bietet sich für einen ruhigen Tag nach dem Aufstieg an.
Der Grüntee wächst an den unteren Hängen des Gebirges; die zarten, behaarten Blattspitzen geben ihm den Namen „Haarspitze“.
Mehr dazu →In den Gasthäusern am Fuß des Berges kommen Bambussprossen, Steinpilze, Räucherfleisch und stinkender Mandarinfisch auf den Tisch.
Mehr dazu →Kaum ein Motiv wurde in der Tuschmalerei so oft gemalt. Maler suchten hier nicht die genaue Ansicht, sondern die Stimmung von Fels, Kiefer und Nebel.
Mehr dazu →Entlang der Wege sind Verse und Gipfelnamen in großen Zeichen in den Fels gemeißelt – Spuren von Besuchern aus vielen Jahrhunderten.
Mehr dazu →Lebensmittel und Baumaterial für die Hotels tragen Männer an Schulterstangen über die Stufen hinauf. Ihnen gebührt auf schmalen Wegen der Vortritt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 黄山 | Huángshān | „Gelber Berg“ |
| 黟山 | Yī Shān | alter Name des Gebirges |
| 云海 | yúnhǎi | Wolkenmeer |
| 奇松 | qísōng | bizarre Kiefern |
| 怪石 | guàishí | seltsame Felsen |
| 迎客松 | Yíngkèsōng | Begrüßungskiefer |
| 索道 | suǒdào | Seilbahn |
| 雾凇 | wùsōng | Raureif |
Zwei Tage mit einer Nacht auf dem Plateau sind ideal: am ersten Tag Aufstieg und Gipfelrunde, am zweiten Sonnenaufgang, Westmeer-Canyon oder der gerade geöffnete der beiden Hauptgipfel und Abstieg. Ein Tagesausflug ist möglich, lässt aber nur die Hauptpunkte zu.
Beides ist möglich. Die Seilbahnen sparen mehrere Stunden Stufensteigen; zu Fuß erlebt man die Höhenstufen und ruhigere Abschnitte. Beliebt ist, mit der Seilbahn hinauf- und über die Ostroute hinabzugehen.
Am ehesten nach Regen, wenn es aufklart, und in kühlen Morgenstunden – im Frühjahr, Herbst und Winter häufiger als im Sommer. Garantiert ist es nie.
Bizarre Kiefern, seltsame Felsen, das Wolkenmeer und die heißen Quellen am Fuß des Berges. Oft wird der Winterschnee als fünftes Wunder genannt.
Tiandu Feng und Lianhua Feng werden im Wechsel für einige Jahre zur Erholung gesperrt; meist ist nur einer der beiden begehbar. Vor der Reise beim Gebirgsverwalter oder im Hotel nach dem aktuellen Stand fragen und die Route danach planen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Zwischen Huai-Fluss und Jangtse liegt die Provinz der gelben Berge, der weißen Giebel und der Tuschesteine – Heimat der Huizhou-Kaufleute und einer der acht großen Küchen Chinas.
Stadt · Anhui
Der Name gehört einem Gebirge und einer Stadt: Granitgipfel über dem Wolkenmeer, darunter die Täler der alten Region Huizhou mit ihren Ahnenhallen, Ehrenbögen und weißen Dörfern.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Kunst
Tuschmalerei, Landschaft und die großen Meister.
Genuss
Grün, Weiß, Gelb, Oolong, Schwarz, Pu-Erh — die sechs Teefamilien und die Kunst der Zubereitung.