Gulou und die Altstadt鼓楼区
Im Norden des Zentrums liegen Sanfang Qixiang, die Hügel Yushan und Wushan mit ihren Pagoden sowie der Westsee-Park. Hier schlägt das historische Herz der Stadt.
Provinzhauptstadt · Fujian
Fúzhōu
Schattige Banyanbäume, Gassen mit hohen Brandmauern und ein Fluss, der seit zwei Jahrtausenden Schiffe zum Meer trägt: Fuzhou verbindet Gelehrtenstadt und Hafen.
Im Norden des Zentrums liegen Sanfang Qixiang, die Hügel Yushan und Wushan mit ihren Pagoden sowie der Westsee-Park. Hier schlägt das historische Herz der Stadt.
Südlich des Min Jiang stehen am Yantaishan Villen, Kirchen und Konsulatsbauten aus der Zeit nach 1842. Das Viertel ist heute ein ruhiges Quartier mit Cafés.
Flussabwärts liegt der Hafenbezirk mit der alten Werft und einem Museum zur Schiffbaugeschichte. Von hier öffnet sich der Min Jiang zum Meer.
Fuzhou gehört zur Provinz Fujian (福建). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Die Stadt liegt in einem Becken, das von Bergen umschlossen ist. Der Min Jiang teilt sich hier in Arme und umfließt die Flussinsel Nantai.
Der bewaldete Berg im Osten ist das Naherholungsgebiet der Stadt. Steinstufen führen durch Kampferbäume zum Kloster Yongquan und zu Felsinschriften vieler Jahrhunderte.
Unter der Stadt liegen Thermalquellen, die seit Langem in Badehäusern genutzt werden. Fuzhou gilt als eine der Quellstädte Chinas.
Lange, heiße Sommer mit Gewittern und Taifunen, milde Winter. Das Becken staut die Hitze, im Juli und August wird es drückend.
202 v. Chr.Han-Dynastie
Wuzhu, König von Min-Yue, residierte in Ye (冶) am Ort des heutigen Fuzhou. Die Stadt gehört damit zu den ältesten in Südostchina.
909–945Königreich Min
Wang Shenzhi machte Fuzhou zum Zentrum seiner Herrschaft, erweiterte die Mauern und stiftete Klöster. Die Weiße Pagode und das Kloster auf dem Gushan gehen auf ihn zurück.
11. Jh.Song-Dynastie
Präfekten ließen entlang der Straßen Banyanbäume pflanzen, die Schatten spendeten und die Hitze milderten – so kam die Stadt zu ihrem Beinamen.
1405–1433Ming-Dynastie
Die Flotten des Zheng He sammelten sich im nahen Changle und warteten dort auf günstige Winde. Eine Steintafel von 1431 berichtet von den Fahrten.
1842–1911Qing-Dynastie
Fuzhou wurde für den Außenhandel geöffnet und zum großen Teehafen. 1866 entstand in Mawei eine Werft mit Marineschule, an der Schiffbauer und Marineoffiziere ausgebildet wurden.
三坊七巷
Drei Gassen und sieben Straßen mit Wohnhöfen hinter geschwungenen Brandmauern. In mehreren alten Häusern sind Museen zu Familien eingerichtet, die hier Gelehrte und Beamte hervorbrachten.
鼓山涌泉寺
Das Kloster, 908 unter Wang Shenzhi gegründet, liegt im Wald am Berghang. Berühmt sind seine Sammlung buddhistischer Druckstöcke und die Felsinschriften an der nahen Lingyuan-Grotte.
西禅寺
Großer Tempel im Westen der Stadt mit weiten Hallen und einer hohen Pagode. Im Garten stehen alte Litschibäume, die hier eine lange Tradition haben.
白塔 · 乌塔
Die Weiße Pagode auf dem Yushan ließ Wang Shenzhi 904 errichten, in der Ming-Zeit wurde sie neu aufgebaut; die steinerne Schwarze Pagode auf dem Wushan stammt von 941. Beide prägen die Silhouette der Altstadt.
林则徐纪念馆
Das Ahnenhaus der Familie Lin zeigt Leben und Schriften des Beamten, der in Kanton gegen den Opiumhandel vorging.
中国船政文化博物馆
Am Ort der Werft von 1866 erzählen Modelle, Pläne und Dokumente von Schiffbau und Ausbildung in der späten Qing-Zeit.
福建博物院
Das Provinzmuseum am Westsee zeigt Funde aus Tanshishan, Porzellan aus Dehua, Lackarbeiten und die Seefahrtsgeschichte der Provinz.
Das Prunkgericht der Stadt: Seegurke, Abalone, Pilze, Geflügel und Brühe werden in einem Weinkrug stundenlang gegart. Es entstand in Restaurants der späten Qing-Zeit.
Mehr dazu →Außen fester Fischteig, innen eine saftige Schweinefleischfüllung, in klarer Brühe serviert – ein Grundnahrungsmittel der Stadt.
Kreuzweise eingeschnittenes Schweinefleisch wird frittiert und süßsauer glasiert, bis es an Litschifrüchte erinnert.
Die rote Weinhefe aus der eigenen Reisweinherstellung würzt und färbt Huhn, Fisch und Schweinefleisch.
Mehr dazu →In Fuzhou werden Grünteeblätter über Nacht mit frischen Jasminblüten geschichtet, bis sie deren Duft annehmen – ein Verfahren mit langer Tradition in der Stadt.
Mehr dazu →Über eine Form aus Ton oder Gips werden Stoffschichten und Lack aufgetragen; nach dem Entfernen der Form bleibt ein leichter, fester Körper. Die Technik gilt als Spezialität Fuzhous.
Mehr dazu →Der weiche, farbige Stein aus dem Norden der Stadt wird zu Siegeln und Figuren geschnitten. Der rötlich-gelbe Tianhuang gilt als der kostbarste.
Mehr dazu →Die Regionaloper wird im Fuzhou-Dialekt gesungen und verbindet lokale Volkslieder mit Stücken aus dem Repertoire anderer Opernformen.
Mehr dazu →Der Dialekt gehört zur Ost-Min-Gruppe und ist für Sprecher des Hochchinesischen kaum verständlich. Er lebt in Oper, Liedern und im Alltag der Altstadt fort.
Die Häfen an der Mündung des Min Jiang und in der Bucht von Luoyuan verbinden Fuzhou mit der Küste und Übersee; Mawei setzt die Werfttradition fort.
In den Technologieparks der Stadt arbeiten Hersteller von Displays, Elektronik und Software sowie zahlreiche Zulieferer.
In Fuqing, einer kreisfreien Stadt im Bezirk Fuzhou, sitzt Fuyao, einer der weltweit größten Hersteller von Autoglas.
Changle ist ein Zentrum der Textilindustrie, im Umland werden Jasminblüten für die Teeparfümierung angebaut.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 福州 | Fúzhōu | Fuzhou |
| 榕城 | Róngchéng | „Stadt der Banyanbäume“ |
| 闽江 | Mǐn Jiāng | Min-Fluss |
| 三坊七巷 | Sānfāng Qīxiàng | „Drei Gassen, sieben Straßen“ |
| 鼓山 | Gǔshān | „Trommelberg“ im Osten der Stadt |
| 佛跳墙 | fótiàoqiáng | „Buddha springt über die Mauer“ |
| 船政 | chuánzhèng | Werft- und Marineverwaltung von Mawei |
| 寿山石 | shòushānshí | Shoushan-Stein für Siegel |
Für die Altstadt Sanfang Qixiang, das Kloster auf dem Gushan, die Banyanbäume, die Werft von Mawei, das Gericht „Buddha springt über die Mauer“, Jasmintee, Shoushan-Stein und kernlose Lackwaren.
Fuzhou. Xiamen ist die bekanntere Reise- und Hafenstadt im Süden, der Sitz der Provinzverwaltung aber liegt in Fuzhou.
Per Flug nach Fuzhou Changle oder mit dem Schnellzug: Von Xiamen ist die Stadt in wenigen Stunden erreichbar, direkte Züge fahren auch aus Shanghai, Hangzhou und über Wuyishan aus Hefei und Peking.
Fischbällchen mit Fleischfüllung, Litschi-Fleisch, Gerichte mit roten Weintrebern und zu besonderen Anlässen „Buddha springt über die Mauer“. Dazu passt ein Jasmintee aus der Stadt.
Provinz
Hinter einer zerklüfteten Küste steigen grüne Berge auf, an deren Hängen Oolong und Weißtee wachsen. Von Fujians Häfen segelten Kaufleute nach ganz Südostasien – und brachten der Welt das Wort „Tee“.
Stadt · Fujian
Eine Insel voller Hügel, Buchten und Arkadenhäuser: Xiamen war Teehafen und Tor der Auswanderer nach Südostasien und ist heute eine grüne, gemächliche Küstenstadt.
Stadt · Fujian
Ein kleiner Ort zwischen Reisfeldern, Teehängen und roten Felsen: Wer ins Wuyi-Gebirge will, übernachtet hier – und trinkt dabei die Tees, die den Namen der Stadt berühmt gemacht haben.
Kunsthandwerk
Der Saft des Lackbaums, Schnitzlack, Perlmutt und Gold — von Hemudu bis zu den Museen in Berlin und Zürich.
Genuss
Grün, Weiß, Gelb, Oolong, Schwarz, Pu-Erh — die sechs Teefamilien und die Kunst der Zubereitung.