Floßfahrt auf dem Jiuqu Xi
Vom Anleger Xingcun treiben die Flöße durch alle neun Bögen bis zum Wuyi-Palast. Bei Hochwasser wird die Fahrt eingestellt.
Gebirge · Fujian
Wǔyí Shān
Ein klarer Fluss windet sich in neun Bögen zwischen roten Felswänden hindurch, an deren Fuß Teebüsche wachsen. Seit Jahrhunderten kommen Dichter, Philosophen und Teetrinker hierher.
Auf Bambusflößen gleiten Besucher vom neunten bis zum ersten Bogen flussabwärts. Die Flößer erklären die Felsen und erzählen Legenden.
Der „Gipfel der himmlischen Wanderung“ bietet den schönsten Blick über die Flussbögen. Steile Steinstufen führen an der Felswand entlang nach oben.
Ein schlanker Felsen am zweiten Bogen, der einer Frauengestalt gleicht – das Wahrzeichen des Gebirges.
Wenige alte Teebüsche wachsen auf einer Felsterrasse in der Neun-Drachen-Schlucht. Sie werden nicht mehr beerntet und stehen unter Schutz.
Unter einem gewaltigen Überhang fällt Wasser als feiner Schleier herab. In der Nische steht eine Gedenkhalle für drei Gelehrte.
Ein schmaler Spalt zwischen zwei Felswänden lässt nur einen Streifen Himmel sehen; der Weg führt seitwärts hindurch.
Daoistischer Tempel am Ende der Floßfahrt, früher Ort kaiserlicher Opfer für die Berggottheit; daneben eine Straße mit Teehäusern.
In Spalten hoch in den Felswänden liegen Särge in Bootsform aus sehr früher Zeit. Vom Floß aus sind sie mit etwas Glück zu sehen.
Vom Anleger Xingcun treiben die Flöße durch alle neun Bögen bis zum Wuyi-Palast. Bei Hochwasser wird die Fahrt eingestellt.
Vom Tal führen Stufen über den Gipfel und auf der Rückseite hinab. Früh am Morgen gehen, bevor die Gruppen kommen.
Ein Weg führt durch Teegärten zu den Mutterbäumen des Da Hong Pao und weiter zur Wasservorhang-Höhle.
Rundweg durch den engen Spalt und weiter zu Felsen mit Echohöhlen und kleinen Tempeln.
春Frühling
Von April bis Mai ist Teeernte, in den Schluchten wird gepflückt und geröstet. Die Hänge sind frisch grün.
夏Sommer
Heiß und schwül, mit Gewittern. Floßfahrten sind angenehm kühl, können aber nach Starkregen ausfallen.
秋Herbst
Klare Luft, niedriger Wasserstand und angenehme Temperaturen. Die Feiertagswoche Anfang Oktober besser meiden.
冬Winter
Ruhig und kühl, oft neblig; die Felsen wirken dann wie in einer Tuschmalerei. Floßfahrten finden weiter statt.
Roter Sandstein, von Klüften und Wasser zu Felswänden, Türmen und Schluchten geformt. Am Fuß der Wände entstehen Nischen, in denen Tee wächst.
Im höheren Gebirge wachsen ausgedehnte subtropische Wälder. Viele Pflanzen- und Tierarten wurden hier erstmals wissenschaftlich beschrieben.
Verwittertes Gestein, Schatten der Felswände und Feuchte geben dem Tee den „Felsknochen-Blütenduft“, den Kenner suchen.
Im Südosten ein offenes Landschaftsgebiet mit Fluss, Felsen und Teegärten, im Nordwesten Bergwald, der nur zum Teil zugänglich ist.
2.–1. Jh. v. Chr.Han-Dynastie
Bei Chengcun lag eine Stadt des Königreichs Min-Yue. Ihre Reste gehören heute zum Welterbe.
1183Song-Dynastie
Zhu Xi gründete am fünften Bogen seine Akademie. Er schrieb ein Lied auf die neun Bögen, das die Namen der Flussabschnitte prägte.
1302Yuan-Dynastie
Am vierten Bogen wurde ein kaiserlicher Teegarten eingerichtet, der Tee für den Hof lieferte.
17.–19. Jh.Qing-Dynastie
Der Tee der Wuyi-Berge war in Europa so begehrt, dass sein Name „Bohea“ im Englischen lange für schwarzen Tee überhaupt stand.
城村汉城遗址
Die Ausgrabungsstätte südlich des Gebirges zeigt Mauerreste und Palastfundamente aus der Han-Zeit.
下梅村
Kaufmannshäuser am Kanal erinnern an den Teehandel der Qing-Zeit; das Dorf liegt östlich der Stadt.
Da Hong Pao, Rou Gui und Shui Xian werden stark geröstet und in kleinen Kännchen immer wieder aufgegossen.
Mehr dazu →Der „Zimt“-Oolong ist heute einer der meistangebauten Felsentees, mit würzigem Duft.
Mehr dazu →Zhu Xi lebte, lehrte und schrieb Jahrzehnte in der Region. Seine Lehre prägte Staat und Gesellschaft Chinas über Jahrhunderte.
Mehr dazu →Entlang des Flusses sind Gedichte und Namen vieler Jahrhunderte in den Fels gehauen.
Mehr dazu →Der Berg galt als Wohnsitz von Unsterblichen; Einsiedler und Daoisten bauten hier Tempel und Klausen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 九曲溪 | Jiǔqǔ Xī | Fluss der Neun Biegungen |
| 竹筏 | zhúfá | Bambusfloß |
| 天游峰 | Tiānyóu Fēng | „Gipfel der himmlischen Wanderung“ |
| 丹霞 | dānxiá | rote Sandsteinlandschaft |
| 岩茶 | yánchá | Felsentee |
| 大红袍 | Dàhóngpáo | „Großer Roter Mantel“ |
Zwei Tage sind ideal: einer für Floßfahrt und Tianyou Feng, einer für die Teeschluchten, den Himmelsspalt und die Wasservorhang-Höhle.
Ja, sie ist der schönste Weg, die Felsen am Fluss zu sehen. Sie ist ruhig und ohne Anstrengung. Die Flöße haben kein Dach; bei Regen helfen Jacke und Schirm.
Nicht von den Mutterbäumen, die geschützt sind. Verkauft wird Da Hong Pao aus Stecklingen dieser Bäume und aus Mischungen – in sehr unterschiedlicher Qualität.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Hinter einer zerklüfteten Küste steigen grüne Berge auf, an deren Hängen Oolong und Weißtee wachsen. Von Fujians Häfen segelten Kaufleute nach ganz Südostasien – und brachten der Welt das Wort „Tee“.
Stadt · Fujian
Ein kleiner Ort zwischen Reisfeldern, Teehängen und roten Felsen: Wer ins Wuyi-Gebirge will, übernachtet hier – und trinkt dabei die Tees, die den Namen der Stadt berühmt gemacht haben.
Tee
Tieguanyin, Felsentees aus Wuyi, Dancong — halbfermentiert zwischen Grün und Schwarz.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Philosophie
Konfuzianismus, Daoismus, Buddhismus, Legalismus und ihre Denker.