Regulärer Besuch
Filme im Besucherzentrum, Pendelbus zu den Grotten, dann eine Führung durch eine Auswahl geöffneter Höhlen. Welche Höhlen gezeigt werden, wechselt zum Schutz der Malereien.
Grotten · Gansu
Mògāo Kū
An einer Steilwand am Rand der Dünen reihen sich Höhle an Höhle, innen bemalt von Boden bis Decke. Tausend Jahre lang stifteten hier Kaufleute, Mönche und Herrscher ihre Bilder von Paradies und Welt.
Die hölzerne Fassade mit vielen Dachebenen ist das Wahrzeichen der Grotten. Dahinter sitzt ein riesiger Maitreya-Buddha der Tang-Zeit, aus dem Fels gehauen und mit Lehm modelliert.
Eine kleine Kammer an der Seite einer größeren Höhle, vermauert um das frühe 11. Jh. und 1900 wiederentdeckt. Heute ist sie leer; eine Ausstellung erzählt ihre Geschichte.
Musizierende und tanzende Feitian schweben mit wehenden Schals über den Buddhas – anfangs steif und schwer, in der Tang-Zeit leicht und elegant.
Ein Wandbild der Nördlichen Wei erzählt als Bildstreifen, wie ein neunfarbiger Hirsch einen Ertrinkenden rettet und verraten wird.
In einer Höhle der mittleren Tang-Zeit ruht Buddha beim Eingang ins Nirwana; an den Wänden trauern Schüler und Gesandte fremder Völker.
Ein Wandbild aus dem 10. Jh. zeigt die Klöster, Straßen und Pilger am heiligen Berg Wutai Shan – eine der ältesten erhaltenen Landschaftskarten Chinas.
Buddha, Schüler, Bodhisattvas und Himmelskönige stehen als bemalte Lehmfiguren in der Nische, mit weichen Gesichtern und fein gearbeiteten Gewändern.
Vor dem Besuch zeigen zwei Filme die Geschichte der Grotten und das Innere von Höhlen, die nicht geöffnet sind – ein Teil des regulären Besuchs.
Filme im Besucherzentrum, Pendelbus zu den Grotten, dann eine Führung durch eine Auswahl geöffneter Höhlen. Welche Höhlen gezeigt werden, wechselt zum Schutz der Malereien.
Gegen Aufpreis öffnen sich einige besonders fein erhaltene Höhlen in kleinen Gruppen. Buchung vorab, das Angebot wechselt.
Vormittags die Grotten, nachmittags das Ausstellungszentrum vor Ort mit Nachbauten ganzer Höhlen, in denen man in Ruhe schauen kann.
春Frühling
Ab April mild und klar, noch nicht zu voll. Sandstürme können einzelne Tage trüben.
夏Sommer
Hauptsaison mit hoher Nachfrage nach Tickets; in den Höhlen ist es angenehm kühl, draußen heiß.
秋Herbst
September und Oktober sind ideal: klare Luft, goldene Pappeln im Tal, weniger Gedränge nach der Ferienzeit.
冬Winter
Sehr kalt und ruhig; es sind oft weniger Höhlen geöffnet, dafür sind die Gruppen klein.
Die Wand besteht aus lose gebundenem Kies, zu brüchig für Skulpturen aus Stein. Deshalb formten die Künstler Figuren aus Lehm auf Holzgerüsten und malten auf Putz.
Die trockene Luft hat Farben und Papier über Jahrhunderte bewahrt. Feuchter Atem vieler Besucher gilt heute als größte Gefahr für die Malereien.
Die Grotten sind in den Ostrand des Mingsha-Dünengebiets gehauen. Gegenüber erheben sich die kahlen Gipfel des Sanwei Shan, in deren Licht Lezun seine Vision hatte.
366Sechzehn Reiche
Der Mönch Lezun schlug der Überlieferung nach die erste Höhle, nachdem er über dem Sanwei-Berg tausend goldene Buddhas leuchten sah.
5.–7. Jh.Nördliche Wei bis Sui
Stifter ließen Höhlen mit Legenden aus Buddhas Leben ausmalen; der Stil verbindet indische, zentralasiatische und chinesische Züge.
618–907Tang-Dynastie
Die Blütezeit: große Paradiesbilder, monumentale Buddhas und fein bemalte Figurengruppen. Auch unter tibetischer Herrschaft wurde weitergebaut.
10.–11. Jh.Fünf Dynastien und Song
Die Herrscherfamilie Cao ließ große Höhlen mit Stifterbildern anlegen. Um das frühe 11. Jh. wurde die Bibliothekshöhle vermauert.
1036–1368Westliche Xia und Yuan
Unter Tanguten und Mongolen entstanden die letzten Höhlen, darunter Bilder im tibetisch-tantrischen Stil.
1900–1908Späte Qing-Zeit
Wang Yuanlu fand 1900 die Bibliothekshöhle. In den folgenden Jahren gelangte ein großer Teil der Schriften durch Forschungsreisende in Sammlungen im Ausland.
月牙泉 · 鸣沙山
Die Dünen am Stadtrand von Dunhuang ergänzen den Grottenbesuch am Nachmittag oder Abend.
西千佛洞
Eine kleine Grottengruppe am Danghe westlich der Stadt, in ähnlichem Stil, aber mit weniger Besuchern.
Am unteren Rand vieler Wände knien die Stifter: Beamte, Kaufleute, Frauen in Festtracht, später ganze Herrscherfamilien – eine Galerie der Gesellschaft des Korridors.
Die Bibliothekshöhle barg Texte auf Chinesisch, Tibetisch, Sanskrit, Sogdisch, Uigurisch und weiteren Sprachen, dazu Verträge, Briefe und ein Diamant-Sutra von 868, das älteste erhaltene datierte gedruckte Buch.
Laute, Flöten, Harfen und Trommeln in den Händen der Himmelsmusiker sind eine wichtige Quelle zur Musikgeschichte Chinas.
Mehr dazu →Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 莫高窟 | Mògāo Kū | Mogao-Grotten |
| 千佛洞 | Qiānfó Dòng | Tausend-Buddha-Höhlen |
| 藏经洞 | Cángjīng Dòng | Bibliothekshöhle |
| 壁画 | bìhuà | Wandmalerei |
| 彩塑 | cǎisù | bemalte Lehmfigur |
| 飞天 | fēitiān | schwebendes Himmelswesen |
| 乐僔 | Lèzūn | Lezun, Gründer der ersten Höhle |
Mit einem vorab gebuchten Zeitticket. Der Besuch beginnt im Digitalen Besucherzentrum mit zwei Filmen; ein Pendelbus bringt die Gruppen zu den Grotten, wo Führer eine Auswahl von Höhlen öffnen.
Feuchtigkeit und Atemluft schaden den Malereien. Die Höhlen werden deshalb im Wechsel geöffnet und geschlossen; welche man sieht, entscheidet sich vor Ort.
Zehntausende Schriftrollen, Drucke, Malereien auf Seide und Papier in vielen Sprachen, vom 4. bis ins 11. Jh. Heute liegen die Bestände in Sammlungen in China und vielen anderen Ländern.
Einen halben Tag für Filme und Führung, einen ganzen, wenn Sonderhöhlen und das Ausstellungszentrum mit Höhlennachbauten dazukommen.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Ein schmales Land zwischen Lössplateau, Schneebergen und Wüste: Durch Gansu zogen Gesandte, Mönche und Karawanen der Seidenstraße – und hinterließen Grotten voller Buddhas.
Stadt · Gansu
Hinter Dunhuang begann die Wüste, vor ihr teilte sich die Seidenstraße. In der Oase rasteten Karawanen, beteten Mönche – und Maler füllten tausend Jahre lang Höhlen mit Farbe.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
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