Zhushan und das Manufakturgelände珠山
Das alte Zentrum um den Zhushan-Hügel, auf dem die kaiserliche Manufaktur stand. Ringsum liegen enge Gassen mit Werkstätten und Brennofenresten.
Bezirksfreie Stadt · Jiangxi
Jǐngdézhèn
Seit tausend Jahren rauchen hier die Öfen. Aus Kaolin und Porzellanstein entstanden in Jingdezhen das Blau-Weiß der Ming und die Schalen, die über die Seidenstraßen des Meeres bis nach Europa reisten.
Das alte Zentrum um den Zhushan-Hügel, auf dem die kaiserliche Manufaktur stand. Ringsum liegen enge Gassen mit Werkstätten und Brennofenresten.
Eine stillgelegte Porzellanfabrik mit Backsteinhallen und Schornsteinen ist heute ein Viertel mit Ateliers, Galerien, Cafés und einem Wochenendmarkt junger Keramiker.
Der Landkreis im Norden war lange Verwaltungssitz der Region. Hier liegen das alte Kreisamt, Teeberge, das Dorf Gaoling und der Ort Yaoli.
Jingdezhen gehört zur Provinz Jiangxi (江西). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Die Stadt liegt in einem Tal zwischen bewaldeten Hügeln. Der Chang-Fluss brachte Brennholz aus den Bergen und trug das Porzellan zum Poyang-See und weiter zum Jangtse.
Porzellanstein und Kaolin aus den umliegenden Bergen bilden zusammen die Masse, die bei hoher Hitze hart, weiß und durchscheinend wird.
Feuchtwarm mit viel Regen im Frühsommer, heiße Sommer und milde Winter. Nebel über den Tälern ist im Frühjahr häufig.
1004Song-Dynastie
Der Töpferort Changnan erhielt den Namen Jingdezhen. Seine Öfen brannten Qingbai, ein Porzellan mit bläulich-weißer, fast gläserner Glasur.
1271–1368Yuan-Dynastie
Die Yuan richteten ein Amt zur Aufsicht über die Öfen ein. Mit Kobaltblau aus Persien entstand das Blau-Weiß-Porzellan, das in die islamische Welt exportiert wurde.
1368–1644Ming-Dynastie
Die kaiserliche Manufaktur auf dem Zhushan produzierte ausschließlich für den Hof. Unter Yongle, Xuande und Chenghua erreichte das Blau-Weiß seine klassische Form.
um 1600Späte Ming-Zeit
Das sogenannte Kraak-Porzellan gelangte mit portugiesischen und niederländischen Schiffen nach Europa und wurde dort begehrt und kopiert.
1662–1795Qing-Dynastie
Unter Kangxi, Yongzheng und Qianlong kamen neue Farbglasuren und die Famille-rose-Malerei hinzu. Aufseher wie Tang Ying hielten die Arbeitsschritte in Schriften fest.
御窑厂遗址
Grabungen auf dem Zhushan legten Brennöfen und Scherbengruben frei: Stücke mit Fehlern wurden zerschlagen und vergraben. Das Museum daneben ist selbst wie ein Ofen geformt.
古窑民俗博览区
Historische Brennöfen verschiedener Epochen, darunter ein großer eiförmiger Holzofen, dazu Werkstätten, in denen das Drehen, Glasieren und Bemalen vorgeführt wird.
中国陶瓷博物馆
Der Überblick über tausend Jahre Porzellan aus Jingdezhen, von Qingbai bis zu Werken der späten Qing-Zeit.
湖田古窑址
Einer der größten Ofenplätze der Song- und Yuan-Zeit am Stadtrand, mit Ofenresten und einem Museum für Qingbai und frühes Blau-Weiß.
高岭村
Das Bergdorf im Nordosten gab dem Kaolin seinen Namen. Alte Abbaustellen, Abraumhalden und ein Pflasterweg erinnern an den Handel mit der weißen Erde.
瑶里古镇
Ein Ort am Fluss mit Häusern im Huizhou-Stil, Wassermühlen zum Zerstoßen von Porzellanstein und Teegärten in den Hügeln.
浮梁古县衙
Eines der am vollständigsten erhaltenen Kreisämter der Qing-Zeit, mit Gerichtshalle und Beamtenwohnung.
Das Frühstück der Stadt: Reisnudeln, abgekühlt und mit Chiliöl, Knoblauch, Sojasauce und Frühlingszwiebeln angemacht.
Halbmondförmige Taschen aus Reismehl mit Rettich, Tofu und Chili, gedämpft und heiß gegessen.
Schon Bai Juyi erwähnt Fuliang als Ziel reisender Teehändler. Heute wachsen in den Hügeln Grüntee und ein kräftiger Schwarztee.
Mehr dazu →Blau-Weiß, Linglong mit durchscheinenden Reiskorn-Mustern, Famille rose und einfarbige Glasuren gelten als die klassischen Arten aus Jingdezhen.
Mehr dazu →Nach alter Redensart geht ein Stück durch zweiundsiebzig Hände: Masse aufbereiten, drehen, trimmen, bemalen, glasieren, brennen. Jeder Schritt war ein eigener Beruf.
Der eiförmige Holzofen verband starke Hitze vorne mit milderer Hitze hinten. Ofenmeister lasen die Temperatur allein an Flammenfarbe und Rauch.
Tausende Werkstätten produzieren vom Gebrauchsgeschirr bis zum Unikat; die Stadt ist ein Handelsplatz für Rohmaterial, Werkzeug und Glasuren.
In Jingdezhen sitzt ein großer Hersteller von Hubschraubern, der zur staatlichen Luftfahrtindustrie gehört.
Die Keramikuniversität Jingdezhen bildet Designer, Techniker und Künstler aus und zieht Studierende aus vielen Ländern an.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 景德镇 | Jǐngdézhèn | Jingdezhen |
| 瓷都 | cídū | Porzellanhauptstadt |
| 御窑厂 | yùyáochǎng | kaiserliche Manufaktur |
| 青白瓷 | qīngbái cí | Qingbai, bläulich-weißes Porzellan |
| 青花 | qīnghuā | Blau-Weiß |
| 粉彩 | fěncǎi | Famille rose |
| 玲珑瓷 | línglóng cí | Reiskorn-Porzellan |
| 高岭 | Gāolǐng | Dorf, nach dem das Kaolin benannt ist |
Die Stadt verband gute Rohstoffe – Kaolin und Porzellanstein –, Brennholz aus den Bergen und einen Wasserweg zum Jangtse. Unter Ming und Qing brannte hier die kaiserliche Manufaktur, und die Produktion lief ohne Unterbrechung über tausend Jahre.
Die Stätte der kaiserlichen Manufaktur mit ihrem Museum, das Freilichtmuseum der alten Öfen, das Keramikmuseum, das Viertel Taoxichuan sowie Gaoling und Yaoli auf dem Land.
Ja, auf Märkten, in Ateliers und in Läden jeder Preisklasse. Antiquitäten sind selten echt; wer Altes sucht, sollte sich an Museumsläden oder seriöse Händler halten.
Per Flug nach Jingdezhen Luojia oder mit dem Schnellzug aus Nanchang, Huangshan oder Jiujiang. Wuyuan liegt nicht weit entfernt und lässt sich gut kombinieren.
Provinz
Das Becken des Gan-Flusses öffnet sich nach Norden zum Poyang-See und zum Jangtse. Hier brannte Jingdezhen das Porzellan für Kaiserhöfe, und auf den Bergen lehrten Mönche, Daoisten und Gelehrte.
Kunsthandwerk
Jingdezhen, Blau-Weiß, Seladon — das weiße Gold, das Europa jahrhundertelang nachahmen wollte.
Stadt · Jiangxi
Im Nordosten Jiangxis grenzen drei Kulturlandschaften aneinander: die weißen Dörfer von Wuyuan, die Granitsäulen des Sanqing Shan und die Gelehrtenorte am Xin-Fluss.
Stadt · Jiangxi
Am Unterlauf des Gan-Flusses, kurz vor dem Poyang-See, liegt die alte Stadt Yuzhang. Über dem Ufer steht der Tengwang-Pavillon, den ein junger Dichter vor dreizehn Jahrhunderten unsterblich machte.
Kunst
Malerei, Kalligraphie, Porzellan, Seide und Gegenwartskunst.