Altstadt am Ostufer东湖区
Das historische Zentrum zwischen Gan-Fluss und den Stadtseen, mit Tengwang-Pavillon, Youmin-Tempel, Einkaufsstraßen und dem Park am Ostsee.
Provinzhauptstadt · Jiangxi
Nánchāng
Am Unterlauf des Gan-Flusses, kurz vor dem Poyang-See, liegt die alte Stadt Yuzhang. Über dem Ufer steht der Tengwang-Pavillon, den ein junger Dichter vor dreizehn Jahrhunderten unsterblich machte.
Das historische Zentrum zwischen Gan-Fluss und den Stadtseen, mit Tengwang-Pavillon, Youmin-Tempel, Einkaufsstraßen und dem Park am Ostsee.
Das neue Geschäftsviertel gegenüber dem Tengwang-Pavillon, mit Uferpromenade, Hochhäusern und dem Provinzmuseum.
Der Stadtteil im Süden ist nach dem daoistischen Klosterhof benannt, in dem Bada Shanren gelebt haben soll. Heute liegt dort sein Gedenkmuseum.
Nanchang gehört zur Provinz Jiangxi (江西). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Gan Jiang teilt die Stadt in Alt- und Neustadt. Nördlich der Stadt fächert er sich zu einem Delta auf, das in den Poyang-See mündet.
Vier kleine Seen im alten Zentrum sind Reste von Flussarmen und Stadtgräben. Um den Ostsee liegen Brücken, Pavillons und die Blumeninsel Baihuazhou.
Nanchang gehört zu den heißesten Provinzhauptstädten Chinas: lange, schwüle Sommer, kurze und feuchtkalte Winter.
202 v. Chr.Han-Dynastie
General Guan Ying ließ eine befestigte Stadt anlegen, Sitz der Kommandantur Yuzhang. Der Name Nanchang wird als Wunsch nach „Gedeihen des Südens“ gedeutet.
59 v. Chr.Han-Dynastie
Liu He, nach kurzer Kaiserzeit zum Marquis von Haihun herabgestuft, starb in seinem Lehen bei Nanchang. Sein Grab barg Goldbarren, Münzen, Musikinstrumente und Schriften.
653 und 675Tang-Dynastie
Li Yuanying, Prinz Teng, errichtete den Pavillon am Fluss. Jahre später schrieb Wang Bo bei einem Bankett dort sein berühmtes Vorwort.
8. Jh.Tang-Dynastie
Der Chan-Meister Mazu Daoyi lehrte im Kaiyuan-Tempel von Hongzhou. Seine Hongzhou-Schule prägte den Chan-Buddhismus nachhaltig.
1363 und 1519Ming-Dynastie
Die Stadt hielt einer langen Belagerung durch Chen Youliang stand. 1519 brach hier der Aufstand des Prinzen von Ning aus, den Wang Yangming binnen Wochen niederschlug.
1626–1705Ming- und Qing-Zeit
Zhu Da, ein Nachkomme der Ming-Prinzen von Ning, malte als Bada Shanren Vögel und Fische mit trotzigem Blick. Er gilt als einer der eigenwilligsten Maler Chinas.
滕王阁
Der Turm wurde viele Male zerstört und wieder aufgebaut; der heutige Bau folgt Entwürfen im Song-Stil. Vom oberen Umgang blickt man über den Gan-Fluss.
海昏侯国遗址
Das Museum im Norden der Stadt zeigt Grabanlage, Wagengruben und Funde des Han-Fürsten: Goldscheiben, Bronzelampen, Glockenspiele und einen Spiegelschirm mit einem Bildnis des Konfuzius.
八大山人纪念馆
In einem alten Klosterhof mit Gärten zeigt das Museum Werke und Kopien des Malers und erzählt vom Leben eines Nachfahren der Ming-Prinzen, der Mönch und Künstler wurde.
江西省博物馆
Bronzen der Wucheng-Kultur, Funde aus Dayangzhou und eine große Sammlung Porzellan aus Jingdezhen geben einen Überblick über die Provinz.
绳金塔
Die schlanke Ziegelpagode im Süden der Altstadt geht auf die Tang-Zeit zurück; der heutige Bau stammt aus der Qing-Zeit. Um sie herum liegt ein Viertel mit Garküchen.
西山万寿宫
Daoistischer Tempel für Xu Xun, der der Legende nach die Fluten des Gan bändigte. Er war Schutzpatron der Jiangxi-Kaufleute in ganz China.
Runde Reisnudeln, kurz blanchiert und mit Sojasauce, Chili, Erdnüssen und eingelegtem Rettich vermengt – das typische Frühstück der Stadt.
Dutzende kleine Tontöpfe garen stundenlang in einem mannshohen Krug über Glut. Man wählt Rippchen, Ente oder Pilze und isst dazu Reisnudeln.
Die knackigen Stängel eines Wasserbeifußes vom Poyang-See werden mit Räucherfleisch gebraten – ein Frühlingsgericht der Region.
Der Text preist Landschaft und Gäste in kunstvollen Parallelsätzen. Die Zeile vom Abendrot und der einsamen Wildente über dem Herbstwasser kennt in China jedes Schulkind.
Mehr dazu →Mit wenigen Pinselstrichen und viel leerem Papier malte er Fische, Vögel und Lotus. Seine Signatur lässt sich als „weinen“ oder „lachen“ lesen.
Mehr dazu →Die Regionaloper der Provinz geht auf die Yiyang-Melodie zurück und wird in Nanchang von eigenen Ensembles gepflegt.
Mehr dazu →Der Hersteller Hongdu baut in Nanchang Trainingsflugzeuge und liefert Bauteile für zivile Verkehrsflugzeuge.
Jiangling Motors fertigt in Nanchang leichte Lastwagen, Transporter und Geländewagen.
Die Stadt ist Standort für LED-Chips, Mobilfunkbauteile und Anwendungen der virtuellen Realität.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 南昌 | Nánchāng | Nanchang |
| 豫章 | Yùzhāng | alter Name der Stadt und Kommandantur |
| 洪州 | Hóngzhōu | Name der Stadt unter Sui und Tang |
| 滕王阁 | Téngwáng Gé | Tengwang-Pavillon |
| 海昏侯 | Hǎihūn Hóu | Marquis von Haihun |
| 八大山人 | Bādà Shānrén | Künstlername von Zhu Da |
| 拌粉 | bànfěn | gemischte Reisnudeln |
| 瓦罐汤 | wǎguàn tāng | Suppe aus dem Tonkrug |
Für den Tengwang-Pavillon und das Vorwort von Wang Bo, das Han-Grab des Marquis von Haihun, den Maler Bada Shanren, für Reisnudeln und Tonkrugsuppen. Die Stadt ist zudem Ausgangspunkt für den Poyang-See.
Ja, vor allem wegen seiner Geschichte und des Blicks über den Gan-Fluss. Der heutige Bau ist eine Rekonstruktion; Ausstellungen in den Stockwerken erzählen von Wang Bo und den früheren Bauten.
Die Grabanlage von Liu He, der kurz Kaiser der Han war und danach als Marquis bei Nanchang lebte. Die Funde – Gold, Münzen, Bambustexte – zeigt ein eigenes Museum an der Grabungsstätte.
Per Flug nach Nanchang Changbei oder mit dem Schnellzug nach Nanchang West, das an der Strecke Shanghai–Kunming liegt. Aus Shanghai, Hangzhou, Wuhan und Changsha gibt es direkte Züge.
Provinz
Das Becken des Gan-Flusses öffnet sich nach Norden zum Poyang-See und zum Jangtse. Hier brannte Jingdezhen das Porzellan für Kaiserhöfe, und auf den Bergen lehrten Mönche, Daoisten und Gelehrte.
Stadt · Jiangxi
Wo der Poyang-See in den Jangtse fließt, liegt die alte Stadt Xunyang. Hinter ihr steigt der Lushan auf, an ihrem Ufer schrieb Bai Juyi das Lied von der Pipa-Spielerin.
Stadt · Jiangxi
Seit tausend Jahren rauchen hier die Öfen. Aus Kaolin und Porzellanstein entstanden in Jingdezhen das Blau-Weiß der Ming und die Schalen, die über die Seidenstraßen des Meeres bis nach Europa reisten.
Kunst
Tuschmalerei, Landschaft und die großen Meister.
Literatur
Buch der Lieder, Tang-Dichtung und Song-Lieder – und ihr Weg ins Deutsche.