Klosterrunde in Taihuai
Tayuan-, Xiantong-, Pusading-, Luohou- und Shuxiang-Tempel liegen nah beieinander im Tal und sind zu Fuß oder mit dem Pendelbus verbunden.
Heiliger Berg · Shanxi
Wǔtái Shān
Fünf kahle, flache Gipfel umstehen ein Tal voller Klöster, über denen eine weiße Pagode leuchtet. Seit über anderthalb Jahrtausenden pilgern Mönche und Gläubige hierher, um dem Bodhisattva der Weisheit zu begegnen.
Die flaschenförmige weiße Pagode im tibetischen Stil ist das Wahrzeichen des Berges. Pilger umrunden sie und drehen dabei die Gebetsmühlen an ihrem Sockel.
Der Überlieferung nach das älteste Kloster des Berges. Besonders ist eine kleine Halle aus vergoldeter Bronze und eine Ziegelhalle ohne Balken.
Das Kloster auf einem Hügel über Taihuai war Sitz tibetisch-buddhistischer Lamas. Qing-Kaiser wohnten hier bei ihren Pilgerreisen; die Dächer sind gelb glasiert.
Die Haupthalle birgt eine große Figur des Manjushri auf einem Löwen, umgeben von Reliefs mit Heiligen auf Wolken.
Ein Kloster auf einem Gipfel östlich von Taihuai zeigt die fünf Erscheinungsformen des Manjushri – eine „kleine Pilgerfahrt“ für alle, die nicht die fünf Terrassen besteigen.
Ost-, West-, Süd-, Nord- und Mittelterrasse tragen je einen Tempel für eine Form des Manjushri. Der Nordgipfel ist der höchste und einer der höchsten Punkte Nordchinas.
Abseits im Süden steht die Osthalle von 857 mit Tang-Figuren und Wandbildern. Architekturhistoriker erkannten sie im 20. Jahrhundert als Schlüsselbau der chinesischen Baugeschichte.
Die kleine Haupthalle von 782 ist das älteste datierte Holzgebäude Chinas und liegt in einem Dorf südwestlich des Berges.
Tayuan-, Xiantong-, Pusading-, Luohou- und Shuxiang-Tempel liegen nah beieinander im Tal und sind zu Fuß oder mit dem Pendelbus verbunden.
Eine lange Steintreppe führt vom Tal zum Kloster auf dem Gipfel; wer es bequemer mag, nimmt die Seilbahn und geht nur hinab.
Pilger wandern über die Grate von Terrasse zu Terrasse. Die Wege sind ungeschützt, das Wetter wechselt rasch; ohne Erfahrung besser mit dem Fahrzeug zu den einzelnen Gipfeln.
Mit einem Wagen lassen sich die beiden Tang-Tempel in den Tälern südlich des Berges besuchen, gut verbunden mit der An- oder Abreise.
春Frühling
Das Frühjahr kommt spät: Im April liegt auf den Terrassen oft noch Schnee, im Tal wird es erst im Mai grün.
夏Sommer
Die beste Zeit: kühl, grün, die Hochwiesen blühen. Zu religiösen Festen im Sommer kommen viele Pilger.
秋Herbst
Im September klare Luft und goldene Lärchen; ab Oktober wird es auf den Gipfeln sehr kalt.
冬Winter
Eisige Temperaturen, die Terrassen sind kaum erreichbar. Die Klöster im Tal bleiben offen und sind still.
Die Gesteine des Wutai-Gebirges gehören zu den ältesten Chinas und sind für die Geologie ein Referenzgebiet der frühen Erdgeschichte.
Auf den flachen Terrassen wachsen keine Bäume, sondern Wiesen mit Enzian, Edelweiß-Verwandten und anderen Blütenpflanzen.
Selbst im Hochsommer bleibt es auf den Gipfeln kühl – daher der alte Name Qingliang Shan. In schattigen Mulden hält sich Eis lange ins Jahr.
Das Tal zwischen den Terrassen ist Mittelpunkt des Berges mit den meisten Klöstern, Gasthäusern und Läden.
5. Jh.Nördliche Wei
Erste Klöster entstanden am Berg. Die Überlieferung setzt den Xiantong-Tempel sogar in die Han-Zeit.
618–907Tang-Dynastie
Der Berg wurde zum Pilgerziel für ganz Ostasien. Der japanische Mönch Ennin reiste 840 hierher und beschrieb die Klöster in seinem Tagebuch.
1271–1644Yuan- und Ming-Zeit
Der tibetische Buddhismus fasste Fuß. Unter den Ming wurde die Große Weiße Pagode in ihrer heutigen Form erneuert.
1644–1911Qing-Dynastie
Kangxi und Qianlong pilgerten mehrfach zum Wutai Shan. Der Hof förderte die Lama-Klöster, und Mongolen zogen in großer Zahl als Pilger hierher.
恒山 · 悬空寺
Nördlich des Wutai Shan liegen der Nördliche Große Berg und das Kloster an der Felswand – gut auf dem Weg nach Datong.
Viele Klöster und Gasthäuser servieren fleischlose Gerichte mit Bergpilzen, Tofu und Hafernudeln.
Der Bodhisattva der Weisheit reitet auf einem Löwen und trägt ein Schwert, das Unwissenheit durchschneidet. Pilger hoffen hier auf eine Erscheinung von ihm.
Man unterscheidet „blaue“ Klöster des chinesischen und „gelbe“ des tibetischen Buddhismus. Beide leben am Berg nebeneinander.
Im Sommer finden große Tempelfeste mit Zeremonien und Maskentänzen statt, die Pilger aus vielen Regionen anziehen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 五台山 | Wǔtái Shān | „Berg der fünf Terrassen“ |
| 文殊 | Wénshū | Bodhisattva Manjushri |
| 清凉山 | Qīngliáng Shān | „Kühler Berg“, alter Name |
| 台怀 | Táihuái | Tempelort im Tal |
| 大白塔 | Dà Báitǎ | Große Weiße Pagode |
| 朝台 | cháotái | Pilgerfahrt zu den Terrassen |
| 黄庙 | huángmiào | Kloster des tibetischen Buddhismus |
Vier: Wutai Shan (Manjushri) in Shanxi, Emei Shan (Samantabhadra) in Sichuan, Putuo Shan (Guanyin) in Zhejiang und Jiuhua Shan (Dizang) in Anhui.
Zwei Tage genügen für die Klöster in Taihuai und Dailuoding. Wer die Terrassen oder Nanchan und Foguang sehen will, plant einen dritten Tag ein.
Per Bus aus Taiyuan, Datong oder Xinzhou, per Flug nach Xinzhou Wutaishan mit Bus-Anschluss oder mit dem Zug zum Bahnhof Wutaishan und weiter per Bus.
Ja, in Taihuai gibt es Hotels und Gästehäuser aller Klassen; einige Klöster nehmen Pilger auf.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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