Altstadt喀什古城
Das Gassennetz östlich der Id-Kah-Moschee mit Lehmhäusern, Innenhöfen, Holzbalkonen und Werkstätten. Einzelne Straßen sind nach Handwerken benannt.
Kreisfreie Stadt, Sitz des Bezirks Kaschgar · Xinjiang
Kāshí
Wo sich die nördliche und die südliche Route um die Taklamakan wieder trafen, bevor die Karawanen über den Pamir zogen, liegt die Stadt der Lehmgassen, Kupferschmiede und Instrumentenbauer.
Das Gassennetz östlich der Id-Kah-Moschee mit Lehmhäusern, Innenhöfen, Holzbalkonen und Werkstätten. Einzelne Straßen sind nach Handwerken benannt.
Das Viertel auf einer Lösskante am Tümen-Fluss, wo die Häuser Schicht um Schicht übereinander wuchsen. Das Viertel ist für seine Töpfertradition bekannt.
Der Platz vor der Moschee ist Mittelpunkt der Stadt. Ringsum liegen Teehäuser, Bäckereien und Gassen mit Messing-, Hut- und Instrumentenläden.
Kaschgar gehört zur Autonomen Region Xinjiang (新疆). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Im Westen und Süden steigen Pamir und Karakorum auf, im Norden die Ausläufer des Tian Shan. Flüsse aus diesen Gebirgen bewässern die Obstgärten und Pappelalleen der Oase.
Östlich der Stadt beginnt die Wüste. Staubige Frühlingswinde können die Sicht für Tage trüben.
Trocken und sonnig, heiße Sommer, kalte, aber schneearme Winter. Regen ist selten.
1. Jh. n. Chr.Han-Dynastie
Die Oase hieß damals Shule. Der Han-Feldherr Ban Chao hielt sich hier lange auf und band die Stadtstaaten des Tarimbeckens an den Han-Hof.
7.–8. Jh.Tang-Dynastie
Kaschgar war eine der Garnisonen des Protektorats Anxi. Xuanzang kam auf dem Rückweg aus Indien durch die Stadt und beschrieb ihre Klöster.
10.–12. Jh.Karachaniden
Kaschgar wurde eine Hauptstadt der Karachaniden, die im 10. Jahrhundert den Islam annahmen. Yusuf Khass Hajib vollendete hier um 1069 das Lehrgedicht „Kutadgu Bilig“.
11. Jh.Karachaniden
Der Gelehrte Mahmud al-Kaschgari verfasste in Bagdad ein Wörterbuch der türkischen Sprachen mit einer runden Weltkarte, in deren Mitte die Gegend um Balasagun liegt.
1442–17. Jh.Khanat von Yarkant
Die Id-Kah-Moschee wurde 1442 gegründet und später mehrfach erweitert. Ab dem 16. Jahrhundert gehörte Kaschgar zum Khanat von Yarkant, danach prägten Sufi-Familien das Leben der Stadt.
1759Qing-Dynastie
Kaschgar kam unter die Verwaltung der Qing und blieb wichtigster Markt im Westen des Tarimbeckens für Händler aus Zentralasien und Indien.
艾提尕尔清真寺
Gelbes Tor mit zwei Minaretten, dahinter ein Hof mit Pappeln und eine lange Gebetshalle mit grün bemalten Holzsäulen – die größte Moschee der Region.
喀什古城
Nach örtlicher Überlieferung markieren sechseckige Pflastersteine Gassen, die weiterführen, rechteckige solche, die enden. Dazwischen liegen Werkstätten, Teehäuser und Innenhöfe.
阿帕克霍加麻扎
Das Familiengrab einer Sufi-Dynastie aus dem 17. Jahrhundert mit grüner Kuppel und glasierten Kacheln, umgeben von Gebetshallen und einem Friedhof.
玉素甫·哈斯·哈吉甫麻扎
Das Grabmal des Dichters des „Kutadgu Bilig“ ist mit blauen Kacheln verkleidet und erinnert an die Gelehrtenkultur der Karachaniden.
麻赫穆德·喀什噶里麻扎
Das Mausoleum des Wörterbuchautors liegt in Opal am Rand des Pamir, auf einem Hügel über Pappelhainen und Quellen.
牲畜大巴扎
Am Sonntag handeln Bauern aus dem Umland mit Schafen, Rindern, Eseln und Pferden. Dazwischen stehen Garküchen und Schmiede.
喀什大巴扎
Der große Basar trägt im Uigurischen den Namen des Sonntags, seines traditionellen Markttags. In langen Hallen reihen sich Stände für Stoffe, Teppiche, Doppa-Kappen, Messingwaren, Gewürze, Trockenfrüchte und Nüsse – Treffpunkt für Händler aus der ganzen Oase.
喀拉库勒湖 · 塔什库尔干
Am Karakorum Highway spiegelt sich der Muztagata im Karakul-See. Weiter südlich liegt Tashkurgan mit der Ruine der Steinernen Stadt und den Weiden der Tadschiken.
Reis mit Hammelfleisch, gelben Karotten und Zwiebeln aus dem großen Kazan, manchmal mit Aprikosen oder Rosinen. In der Altstadt wird er mittags aus riesigen Pfannen geschöpft.
Teigtaschen mit Hammelfleisch und Fladenbrote kommen aus demselben Tonofen. Die Bäcker der Altstadt stempeln die Brote mit Mustern.
In den alten Teehäusern trinkt man Tee mit Gewürzen wie Zimt und Kardamom zu Naan. Oft spielt jemand Dutar oder Rawap.
Mandeln, Aprikosen, Feigen und Granatäpfel aus dem Umland werden frisch, getrocknet oder als Saft verkauft.
In einer Gasse der Altstadt bauen Werkstätten Dutar, Rawap, Tambur und Satar aus Maulbeer- und Aprikosenholz und legen sie mit Knochen und Horn ein.
Mehr dazu →Der uigurische Muqam, seit 2008 immaterielles UNESCO-Kulturerbe, wird bei Festen gespielt. Der Reigen Sama wird traditionell zu Festtagen auf dem Platz vor der Moschee getanzt.
Hutmacher sticken Doppa-Kappen in regionalen Mustern; Kupferschmiede treiben Kannen, Schalen und Waschbecken mit Ornamenten.
Unglasierte und grün glasierte Tonwaren wurden in Gaotai auf der Drehscheibe geformt und im Holzofen gebrannt – ein Handwerk mit langer Familientradition.
Im Pamir leben Tadschiken, bekannt für die Adlerflöte aus Knochen und den Adlertanz, weiter nördlich Kirgisen, deren Heldenepos Manas seit 2009 UNESCO-Kulturerbe ist.
Kaschgar ist seit jeher der große Markt im Westen des Tarimbeckens. Stoffe, Teppiche, Trockenfrüchte, Nüsse und Haushaltswaren werden in Basaren und Markthallen gehandelt.
Instrumentenbau, Kupferarbeiten, Töpferei, Hutmacherei und Holzdrechslerei sind in Familienwerkstätten der Altstadt lebendig und beliefern Läden in der ganzen Region.
Die Oasen um Kaschgar liefern Mandeln, Aprikosen, Granatäpfel und Melonen, die frisch und getrocknet in alle Landesteile gehen.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 喀什 | Kāshí | Kaschgar |
| 疏勒 | Shūlè | Name der Oase in der Han-Zeit |
| 艾提尕尔 | Àitígǎ'ěr | Id Kah, „Festplatz“ |
| 麻扎 | mázhā | Mausoleum, Grabstätte |
| 都塔尔 | dūtǎ'ěr | Dutar, zweisaitige Laute |
| 热瓦普 | rèwǎpǔ | Rawap, gezupfte Laute |
| 花帽 | huāmào | Doppa, bestickte Kappe |
| 帕米尔 | Pàmǐ'ěr | Pamir |
Für die Id-Kah-Moschee, die Lehmbau-Altstadt mit ihren Handwerkergassen, den Sonntags-Viehmarkt, das Abakh-Khoja-Mausoleum und als Tor zum Pamir und zum Karakorum Highway.
Per Flug von Ürümqi oder anderen Großstädten, oder mit der Südxinjiang-Bahn über Korla und Aksu. Die Bahnfahrt von Ürümqi führt über Nacht.
Nach örtlicher Tradition zeigen sechseckige Steine eine durchgehende Gasse an, rechteckige eine Sackgasse. Das hilft bei der Orientierung im Gassengewirr.
Polo, Samsa aus dem Tonofen, Naan, Laghman und Hammelspieße, dazu Gewürztee im Teehaus, frischen Granatapfelsaft und Mandeln.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Autonome Region
Schneegipfel über Wüstenrändern, Pappelalleen und Weinlauben in den Oasen, Basare zwischen Lehmhäusern: Xinjiang war zwei Jahrtausende lang Drehscheibe der Seidenstraße zwischen China, Indien, Persien und Steppe.
Stadt · Xinjiang
Zwischen den Gletschern des Kunlun und dem Sand der Taklamakan liegt die Oase, deren Flüsse weiße und grüne Jade mit sich führen – und deren Weber noch heute Seide in flammenden Farben färben.
Stadt · Xinjiang
Zwischen den Schneegipfeln des Bogda und der Dsungarischen Steppe wuchs aus einer Qing-Stadtgründung die Drehscheibe Xinjiangs – mit Basaren, Nudelküchen und den Schätzen der Seidenstraße im Museum.
Musik
Von der klassischen Instrumentalmusik bis zum Pop.