Jianghan-Ebene江汉平原
Zwischen Jangtse und Han-Fluss erstreckt sich eine flache Schwemmlandebene mit Reisfeldern, Rapsfeldern, Fischteichen und Lotusseen – die Kornkammer der Provinz.
Provinz · Zentralchina
Húběi
Wo der Han-Fluss in den Jangtse mündet, liegt das Herz des alten Chu: eine Provinz der tausend Seen, der daoistischen Berge und der Schluchten, durch die der Strom aus Sichuan bricht.
Wuhan武汉
Hauptstadt aus den drei Städten Wuchang, Hankou und Hanyang, am Zusammenfluss von Jangtse und Han; Gelber-Kranich-Turm.
Zur Stadtseite →
Yichang宜昌
Tor zu den Drei Schluchten am Ausgang der Xiling-Schlucht, Standort des Drei-Schluchten-Damms; Heimat von Qu Yuan.
Zur Stadtseite →
Jingzhou荆州
Umkämpfte Festung der Drei Reiche mit vollständig erhaltener Stadtmauer; nahebei lag Ying, die Hauptstadt von Chu.
Zur Stadtseite →
Xiangyang襄阳
Doppelstadt am Han-Fluss mit breitem Wassergraben; in Longzhong lebte Zhuge Liang vor seinem Aufbruch.
Zur Stadtseite →
Shiyan十堰
Autostadt im Nordwesten und Ausgangsort für den Wudang Shan und den Danjiangkou-Stausee.
Zur Stadtseite →
Enshi恩施
Bergland der Tujia und Miao im Südwesten mit Karstschluchten, Stelzenhäusern und dem Grüntee Enshi Yulu.
Zur Stadtseite →
Suizhou随州
Fundort des Grabes von Marquis Yi von Zeng mit dem berühmten Glockenspiel aus Bronze.
Huanggang黄冈
Region am Jangtse unterhalb Wuhans; in Qichun wurde der Arzt Li Shizhen geboren, am Dongpo-Chibi dichtete Su Shi.
Jingmen荆门
Stadt am Rand der Jianghan-Ebene; im Kreis Zhongxiang liegt das Ming-Kaisergrab Xianling.
Wudang Shan
Ein Kaiser ließ einen ganzen Berg zum Palast des Gottes Zhenwu ausbauen. Zwischen Felsen und Wolken stehen Hallen mit roten Mauern, und auf dem Gipfel glänzt eine Halle aus vergoldeter Bronze.
Shennongjia
Der Legende nach baute der Göttliche Bauer Shennong hier Gerüste, um an Heilkräuter zu gelangen. Heute schützt das Waldgebiet Affen mit goldenem Fell und Bäume, die aussehen, als säßen weiße Tauben darin.
Drei Schluchten (Hubei)
Auf seinem Weg aus Sichuan zwängt sich der Jangtse durch drei Schluchten. Die letzte, die Xiling-Schlucht, liegt ganz in Hubei – und an ihrem Ende heben Schleusen die Schiffe über die Mauer des Drei-Schluchten-Damms.
Zwischen Jangtse und Han-Fluss erstreckt sich eine flache Schwemmlandebene mit Reisfeldern, Rapsfeldern, Fischteichen und Lotusseen – die Kornkammer der Provinz.
Honghu, Liangzi-See und der Ostsee in Wuhan sind die bekanntesten von zahllosen Seen. Viele waren einst Überschwemmungsflächen des Jangtse.
Im Nordwesten erheben sich Wudang- und Daba-Gebirge, in der Mitte das Waldgebiet von Shennongjia, im Südwesten das Wuling-Bergland mit Karst und Höhlen.
Der Jangtse verlässt bei Yichang die Schluchten und fließt durch die Ebene. In Wuhan nimmt er den Han-Fluss auf, seinen längsten Nebenfluss.
Heiße, schwüle Sommer – Wuhan zählt zu den „Öfen“ am Jangtse –, Pflaumenregen im Frühsommer und kühle, feuchte Winter. Frühling und Herbst sind am angenehmsten.
um 3000–2000 v. Chr.Jungsteinzeit
Die Kulturen von Qujialing und Shijiahe hinterließen befestigte Siedlungen, bemalte Keramik und feine Jadefiguren in der Jianghan-Ebene.
um 1500 v. Chr.Shang-Dynastie
Panlongcheng im Norden Wuhans war eine ummauerte Stadt mit Palastbauten und Bronzewerkstätten – ein Vorposten der Shang am Jangtse.
um 700–278 v. Chr.Chu und die Streitenden Reiche
Der Staat Chu regierte von Ying nahe Jingzhou aus weite Teile Südchinas. Lackwaren, Bronzeglocken und die Dichtung des Qu Yuan zeugen von seiner eigenen Kultur.
208–222Drei Reiche
Bei Chibi am Jangtse schlugen Sun Quan und Liu Bei die Flotte Cao Caos. Um Jingzhou und Yiling kämpften die drei Reiche danach um den mittleren Jangtse.
618–907Tang-Dynastie
Der Gelbe-Kranich-Turm in Wuchang wurde zum Dichterort: Cui Hao und Li Bai schrieben hier Verse, die jedes Schulkind kennt. Li Bai lebte zudem lange in Anlu.
1268–1273Song- und Yuan-Zeit
Xiangyang hielt der mongolischen Belagerung fünf Jahre lang stand. Erst mit Wurfmaschinen fiel die Stadt – der Weg zum Jangtse und nach Süden war frei.
1368–1644Ming-Dynastie
Kaiser Yongle ließ ab 1412 den Wudang Shan mit Palästen und Tempeln bebauen. Aus Qichun stammte Li Shizhen, der Verfasser des großen Arzneibuchs „Bencao Gangmu“.
1664–1911Qing-Dynastie
Huguang wurde 1664 in Hubei und Hunan geteilt. Hankou wuchs zum Handelsplatz, Zhang Zhidong baute ab 1889 Eisenwerk und Arsenal in Hanyang; 1911 begann in Wuchang der Aufstand, der die Qing-Herrschaft beendete.
武当山
Daoistischer Berg mit Palästen, Klöstern und der Goldenen Halle auf dem Gipfel, errichtet vor allem unter den Ming – Wiege des Wudang-Kampfstils.
神农架
Urwaldgebiet mit einem der höchsten Gipfel Zentralchinas, Goldstumpfnasen, Taubenbäumen und Hochmoor – als Naturerbe eingetragen.
长江三峡 · 西陵峡
Die unterste der drei Schluchten liegt ganz in Hubei; an ihrem Ende steht der Drei-Schluchten-Damm bei Yichang.
黄鹤楼
Der Turm auf dem Schlangenhügel in Wuchang ist eines der berühmtesten Dichtermotive Chinas; oben öffnet sich der Blick auf den Jangtse.
明显陵
Grabanlage bei Zhongxiang für die Eltern des Jiajing-Kaisers, mit Geisterweg und doppeltem Grabhügel – Teil des Welterbes der Kaisergräber.
唐崖土司城址
Ruinen der Residenz eines Tujia-Fürstenhauses im Kreis Xianfeng, mit steinernem Ehrenbogen, Wegen und Gräbern.
湖北省博物馆
Das Museum in Wuhan zeigt das Glockenspiel des Marquis Yi von Zeng, das Schwert des Königs Goujian von Yue und Lackwaren aus Chu.
Eine Küche der Seen und Flüsse: Süßwasserfisch, Lotuswurzel und Reis stehen im Mittelpunkt, gedämpft, geschmort oder zu Suppen verkocht; im Westen schärfer und rauchiger.
Mehr dazu →Das Frühstück Wuhans: gekochte Nudeln, mit Sesampaste, eingelegtem Gemüse und Frühlingszwiebeln vermengt und im Gehen gegessen.
Ein Brassenfisch aus dem Liangzi-See, meist im Ganzen gedämpft mit Ingwer und Schinken – seit Jahrhunderten in Gedichten gelobt.
Lange gekochte Suppe aus Schweinerippchen und mehliger Lotuswurzel aus den Seen der Ebene – für viele Familien das Festtagsessen.
Enshi Yulu aus dem Südwesten wird gedämpft statt in der Pfanne erhitzt – eine seltene Verarbeitung für chinesischen Grüntee. Aus Chibi im Südosten kommt der gepresste Ziegeltee Qingzhuan.
Mehr dazu →Phönixmotive, rot-schwarze Lackwaren, Bronzeglocken und Schamanentänze prägten den alten Staat Chu. Sein Erbe ist in den Museen von Wuhan und Jingzhou zu sehen.
Die Regionaloper aus Hankou brachte die Melodieform Xipi nach Peking. Mit den Truppen aus Anhui gilt sie als eine Wurzel der Peking-Oper.
Mehr dazu →Die inneren Kampfstile vom Wudang Shan verbinden weiche Bewegung, Atmung und daoistische Lehre; die Legende nennt Zhang Sanfeng als Begründer.
Mehr dazu →In Zigui, der Heimat des Dichters Qu Yuan, wird das Drachenbootfest mit Rennen auf dem Jangtse gefeiert. Das Fest ist immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Im Südwesten prägen die Tujia mit Stelzenhäusern, dem Handtanz Baishouwu und gewebten Xilankapu-Decken das Bild der Bergdörfer.
Dongfeng Motor hat seinen Sitz in Wuhan; Werke in Shiyan, Xiangyang und Wuhan machen Hubei zu einem der großen Autostandorte Chinas.
Im Osten Wuhans hat sich ein Zentrum für Glasfaser, Laser, Optoelektronik und Halbleiter gebildet, das als „Optics Valley“ bekannt ist.
Das Stahlwerk in Wuhan steht in der Tradition der Eisenwerke von Hanyang; dazu kommen Maschinenbau und Schiffbau am Jangtse.
Der Drei-Schluchten-Damm und die Gezhouba-Staustufe bei Yichang gehören zu den größten Wasserkraftwerken der Welt.
Wuhan-Universität, Huazhong-Universität für Wissenschaft und Technologie und viele weitere Hochschulen machen Wuhan zu einer der großen Studentenstädte des Landes.
Reis, Raps, Lotuswurzel, Süßwasserfisch und Flusskrebse aus der Jianghan-Ebene sowie Tee aus den Bergen prägen die Landwirtschaft.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 鄂 | è | Kürzel der Provinz Hubei |
| 湖北 | Húběi | „nördlich des Sees“ |
| 楚 | Chǔ | antiker Staat am mittleren Jangtse |
| 江汉平原 | Jiānghàn Píngyuán | Jianghan-Ebene |
| 汉水 | Hàn Shuǐ | Han-Fluss |
| 三峡 | Sānxiá | Drei Schluchten |
| 武当山 | Wǔdāng Shān | daoistischer Berg im Nordwesten |
| 黄鹤楼 | Huánghè Lóu | Gelber-Kranich-Turm |
| 热干面 | règānmiàn | heiße trockene Nudeln |
Für Wuhan am Zusammenfluss von Jangtse und Han, die Drei Schluchten und den Staudamm bei Yichang, den daoistischen Wudang Shan, das Waldgebiet Shennongjia, die Kultur des alten Chu und für heiße trockene Nudeln.
Wuhan. Die Stadt entstand aus den drei Städten Wuchang, Hankou und Hanyang, die an den Ufern von Jangtse und Han-Fluss einander gegenüberliegen.
Hubei heißt „nördlich des Sees“ und meint den Dongting-See, südlich davon liegt Hunan. Das Kürzel 鄂 stammt vom antiken Ort E, dem heutigen Ezhou östlich von Wuhan.
Von Wuhan mit dem Schnellzug nach Shiyan oder Wudangshan für den Berg, dann per Bus nach Shennongjia und weiter nach Yichang zum Damm und zur Xiling-Schlucht. Für die Strecke sind eine Woche oder mehr sinnvoll.
Heiße trockene Nudeln und gefüllte Tofuhaut zum Frühstück, Wuchang-Fisch, Lotuswurzel-Rippchen-Suppe, scharfe Entenhälse und Flusskrebse. Im Südwesten kommen Räucherfleisch und scharfe Bergküche der Tujia hinzu.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Stadt · Hubei
Drei Städte an zwei Flüssen: Wuchang mit Turm und Hochschulen, Hankou mit Handelshäusern am Kai, Hanyang mit Tempel und Qin-Terrasse – verbunden durch Brücken über den Jangtse.
Geographie
Provinzen, Klima, Landschaften, Bevölkerung.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Genuss
Die acht großen Regionalküchen, ihre Signaturgerichte und Rezepte zum Nachkochen.
Oper
Peking-Oper und regionale Opernformen.