Altstadt um die Dongguan-Straße东关街
Die alte Hauptstraße vom Kanaltor ins Zentrum, mit Läden, Teehäusern und dem Ge-Garten am Rand. Seitengassen führen zu Wohnhöfen der Salzhändler.
Bezirksfreie Stadt · Jiangsu
Yángzhōu
Wo der Kaiserkanal den Jangtse kreuzt, wurden Salzhändler reich und bauten sich Gärten. Ihr Geschmack für Genuss lebt in Yangzhous Küche, seinen Teehäusern und Badehäusern fort.
Die alte Hauptstraße vom Kanaltor ins Zentrum, mit Läden, Teehäusern und dem Ge-Garten am Rand. Seitengassen führen zu Wohnhöfen der Salzhändler.
Nordwestlich der Altstadt liegt die Seen- und Gartenlandschaft, die mit dem Daming-Tempel auf dem Shugang-Hügel eine Einheit bildet.
Der alte Fährort am Jangtse, wo der Kanal den Strom erreicht. Von hier setzte man seit Jahrhunderten nach Zhenjiang über.
Yangzhou gehört zur Provinz Jiangsu (江苏). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Kaiserkanal zieht in Schleifen um die Altstadt. An seiner Einmündung in den Jangtse wurden Getreide und Salz auf Kanalschiffe umgeladen.
Alte Wassergräben wurden zu schmalen Seen umgestaltet, an deren Ufern Salzhändler Villen und Gärten anlegten.
Warme, feuchte Sommer und kühle Winter. Im Frühjahr blühen Pfingstrosen und Qionghua-Schneeball, die Blume der Stadt.
486 v. Chr.Frühling und Herbst
König Fuchai von Wu ließ die Stadt Han anlegen und einen Graben zum Huai-Fluss graben – den ältesten Abschnitt des späteren Kaiserkanals.
605–618Sui-Dynastie
Kaiser Yang ließ den Kanal ausbauen und reiste mit prunkvollen Flotten nach Jiangdu, wie Yangzhou damals hieß. Er starb dort und wurde in der Stadt begraben.
618–907Tang-Dynastie
Yangzhou war einer der reichsten Häfen des Reiches, mit Händlern aus Persien und Arabien. Der Mönch Jianzhen brach von hier nach Japan auf.
1048Song-Dynastie
Der Gelehrte Ouyang Xiu errichtete als Präfekt die Pingshan-Halle am Daming-Tempel, einen Treffpunkt für Dichter.
17.–19. Jh.Qing-Dynastie
Das staatliche Salzmonopol machte die Händler Yangzhous zu den reichsten Männern des Landes. Sie förderten Maler, Gärten und Theater; Kangxi und Qianlong kamen auf ihren Südreisen.
瘦西湖
Ein langgezogener See mit Weiden, der Fünf-Pavillon-Brücke und einer weißen Pagode. Am besten erlebt man ihn mit dem Boot. Teil der Welterbestätte „Großer Kanal“.
个园
Der Garten eines Salzhändlers ist nach dem Bambus benannt, dessen Blätter dem Zeichen 个 gleichen. Vier Kunstberge stellen die vier Jahreszeiten dar. Teil der Welterbestätte „Großer Kanal“.
何园
Anwesen der späten Qing-Zeit, dessen zweistöckige Wandelgänge Wohnhäuser und Garten verbinden. Eine Bühne steht mitten im Teich.
大明寺
Der Tempel auf dem Shugang-Hügel ehrt Jianzhen mit einer Gedenkhalle im Tang-Stil. Dazu gehören die Pingshan-Halle und eine Quelle für Tee.
中国大运河博物馆
Das Museum am Kanalufer erzählt mit Schiffsmodellen, Karten und nachgebauten Straßenzügen die Geschichte der Wasserstraße und ihrer Städte.
卢氏盐商住宅
Ein weitläufiges Anwesen der späten Qing-Zeit mit Hallen hintereinander und kleinem Garten zeigt den Wohnstil der Salzhändlerfamilien.
Große, zart geschmorte Fleischbällchen aus grob gehacktem Schweinefleisch, im Herbst mit Krabbenfleisch verfeinert.
Mehr dazu →Körniger Reis, mit Ei, Garnelen, Schinken und Gemüse gebraten – das bekannteste Gericht der Stadt, weltweit nachgekocht.
Gepresster Tofu wird hauchdünn geschnitten und in Hühnerbrühe gegart – eine Prüfung der Messerkunst.
Am Morgen trifft man sich im Teehaus zu gedämpften Suppentaschen, Teigtaschen und Tee. Der Spruch „morgens Wasser im Bauch, abends Bauch im Wasser“ meint Tee und Bad.
Mehr dazu →Maler wie Zheng Banqiao und Jin Nong brachen im 18. Jahrhundert mit akademischen Regeln und malten Bambus, Pflaumenblüten und Orchideen mit freiem Pinsel.
Mehr dazu →Werkstätten in Yangzhou fertigen Lackschnitzereien mit Perlmutt-Einlagen und Jadeschnitzereien, zwei Handwerke mit langer Tradition.
Mehr dazu →Der Yangzhou-Scherenschnitt ist für feine Blumenmotive bekannt und gehört zum chinesischen Scherenschnitt auf der UNESCO-Liste des immateriellen Erbes.
Mehr dazu →Kochmesser, Rasiermesser und Fußpflegemesser: Die Handwerke der Köche, Barbiere und Badehäuser machten Yangzhouer im ganzen Land gefragt.
Gärten, Kanal und Küche sind die Aushängeschilder der Stadt; Kochschulen bilden Huaiyang-Köche aus.
Maschinenbau, Schiffbau am Jangtse und Fahrzeugteile prägen die Wirtschaft am Stadtrand.
Lack, Jade, Scherenschnitt und Stickerei werden in Werkstätten und kleinen Betrieben weitergeführt.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 扬州 | Yángzhōu | Yangzhou |
| 邗沟 | Hángōu | Han-Graben, ältester Kanalabschnitt |
| 盐商 | yánshāng | Salzhändler |
| 瘦西湖 | Shòu Xīhú | Schlanker Westsee |
| 鉴真 | Jiànzhēn | Mönch der Tang-Zeit |
| 淮扬菜 | Huáiyáng cài | Huaiyang-Küche |
| 早茶 | zǎochá | Morgentee |
| 琼花 | qiónghuā | Schneeballblüte, Stadtblume |
Für den Schlanken Westsee, die Gärten der Salzhändler, den Kaiserkanal, den Mönch Jianzhen und die Huaiyang-Küche mit gebratenem Reis, Löwenkopf und Morgentee.
Die Stadt beansprucht ihn als ihr Gericht, und die klassische Zubereitung mit Ei, Garnelen und Schinken ist hier fest verankert. Wie alt das Rezept genau ist, lässt sich nicht sicher sagen.
Ein voller Tag reicht für Westsee, Daming-Tempel und die Dongguan-Straße mit einem der Gärten. Mit Kanalmuseum und ausgiebigem Morgentee lohnen zwei Tage.
Per Schnellzug von Nanjing oder Shanghai nach Yangzhou Ost oder per Flug nach Yangzhou Taizhou. Von Zhenjiang aus erreicht man die Stadt über die Jangtse-Brücke.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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Provinz
Nanjing, Suzhou, Taicang — Industrieprovinz mit dem dichtesten DACH-Mittelstand in China.
Stadt · Jiangsu
Drei Hügel am Südufer des Jangtse, jeder mit Tempeln und Legenden, dazu eine Fährstraße aus vielen Jahrhunderten: Zhenjiang bewacht seit der Antike die Kreuzung von Strom und Kanal.
Stadt · Jiangsu
Zwischen Purpurberg und Jangtse lag über Jahrhunderte immer wieder die Hauptstadt des Südens. Die Ming umgaben sie mit einer der längsten Stadtmauern der Welt – große Teile davon stehen noch.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.
Kunsthandwerk
Der Saft des Lackbaums, Schnitzlack, Perlmutt und Gold — von Hemudu bis zu den Museen in Berlin und Zürich.