Altstadt am Qinhuai夫子庙 · 秦淮河
Das Viertel um den Konfuziustempel mit Uferstraßen, Laternen, Imbissständen und Bootsfahrten auf dem Qinhuai. Südlich schließt das Zhonghua-Tor an.
Provinzhauptstadt · Jiangsu
Nánjīng
Zwischen Purpurberg und Jangtse lag über Jahrhunderte immer wieder die Hauptstadt des Südens. Die Ming umgaben sie mit einer der längsten Stadtmauern der Welt – große Teile davon stehen noch.
Das Viertel um den Konfuziustempel mit Uferstraßen, Laternen, Imbissständen und Bootsfahrten auf dem Qinhuai. Südlich schließt das Zhonghua-Tor an.
Der bewaldete Berg im Osten mit dem Ming-Grab, Tempeln und Wanderwegen; davor der See, an dessen Ufer die Stadtmauer entlangläuft.
Das Geschäftszentrum der Stadt mit Kaufhäusern und U-Bahn-Knoten, rund um einen großen Platz mitten in der ummauerten Altstadt.
Das neue Viertel westlich der Altstadt zum Jangtse hin, mit Uferparks, Sportstätten und Hochhäusern.
Nanjing gehört zur Provinz Jiangsu (江苏). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Der Strom ist hier breit und schiffbar bis zum Meer. Nanjing war deshalb stets Hafen, Festung und Übergang zwischen Nord- und Südchina.
Ein alter Spruch beschreibt die Lage: Der Zhong-Berg (Purpurberg) liege wie ein zusammengerollter Drache, die Steinstadt im Westen wie ein kauernder Tiger – ideale Geomantie für eine Hauptstadt.
Nanjing gilt als einer der „Öfen“ am Jangtse: Die Sommer sind heiß und schwül, die Winter feucht und kühl. Frühling und Herbst sind kurz, aber angenehm.
229–280Drei Reiche
Sun Quan machte Jianye zur Hauptstadt des Reiches Wu. Damit begann Nanjings Rolle als Machtzentrum des Südens.
317–589Sechs Dynastien
Als Jiankang war die Stadt Sitz von Östlicher Jin, Song, Qi, Liang und Chen – ein Zentrum von Buddhismus, Dichtung und Kalligraphie, während der Norden geteilt war.
937–975Südliche Tang
Das kleine Reich der Südlichen Tang residierte in Jinling. Sein letzter Herrscher Li Yu ging als großer Dichter der Ci-Lyrik in die Literaturgeschichte ein.
1368–1421Ming-Dynastie
Zhu Yuanzhang gründete die Ming und machte Nanjing zur Hauptstadt. Er ließ die gewaltige Stadtmauer errichten; sein Sohn Yongle verlegte den Hof später nach Peking.
1412–1431Ming-Dynastie
Am Bao’en-Tempel entstand eine Pagode mit Porzellanziegeln, die in Reiseberichten aus aller Welt als Wunderwerk beschrieben wurde. Sie wurde im 19. Jahrhundert zerstört.
1644–1911Qing-Dynastie
Als Sitz des Generalgouverneurs von Liangjiang blieb Nanjing Verwaltungszentrum. Die Familie des Romanautors Cao Xueqin leitete über Generationen die kaiserliche Seidenmanufaktur der Stadt.
1842–1912Späte Qing-Zeit
1842 wurde hier der Vertrag von Nanjing unterzeichnet, von 1853 bis 1864 war die Stadt Hauptstadt des Taiping-Reichs. Im Januar 1912 wurde in Nanjing die Republik ausgerufen.
明孝陵
Das Grab des ersten Ming-Kaisers am Purpurberg, mit geschwungenem Seelenweg aus Steintieren und Beamtenfiguren. Vorbild für die späteren Kaisergräber bei Peking.
明城墙 · 中华门
Das Südtor ist eine Festung mit vier hintereinanderliegenden Toren und Kasematten für Soldaten. Viele Mauerziegel tragen Stempel mit Ort und Namen der Hersteller.
夫子庙
Tempel, Uferstraßen und bemalte Boote bilden das lebhafteste Viertel der Altstadt. Abends leuchten die Laternen über dem Wasser.
中国科举博物馆
Am Ort des Jiangnan-Prüfungsgeländes, wo Tausende Kandidaten in Einzelzellen schrieben, erzählt das Museum Geschichte und Alltag der Beamtenexamen.
南京博物院
Eines der großen Museen Chinas mit Bronzen, Porzellan, Malerei und dem silberdrahtgebundenen Jadegewand aus einem Han-Fürstengrab bei Xuzhou; eine Abteilung zeigt lebendiges Kunsthandwerk der Region.
栖霞寺
Buddhistischer Tempel im Nordosten, gegründet im 5. Jahrhundert, mit Steinpagode und in den Fels gehauenen Buddha-Nischen. Im Herbst färbt sich der Ahorn am Berg rot.
鸡鸣寺
Der Tempel an der Stadtmauer über dem Xuanwu-See geht auf die Liang-Zeit zurück. Im Frühjahr blühen die Kirschbäume in der Straße davor.
瞻园
Der älteste erhaltene Garten der Stadt gehörte zur Residenz der Nachfahren des Ming-Generals Xu Da. Kunstfelsen, Teiche und Wandelgänge liegen nahe dem Qinhuai.
大报恩寺遗址
Hier stand die Porzellanpagode der Ming. Das Ruinengelände vor dem Zhonghua-Tor zeigt Fundamente der Anlage und eine Krypta mit buddhistischen Reliquienfunden; über dem Pagodenstandort steht eine moderne Schutzhülle.
Gesalzene, sanft gegarte Ente mit heller Haut und zartem Fleisch, kalt aufgeschnitten serviert – das Aushängeschild der Stadt.
Klare Brühe mit Glasnudeln, Entenblut-Würfeln, Leber und Innereien. Ein Imbiss, der in der ganzen Stadt an kleinen Läden zu haben ist.
Rund um den Konfuziustempel gibt es gedämpfte Teigtaschen, süße Klebreisbällchen, Tofu-Imbisse und Sesamfladen – traditionell in vielen kleinen Tellern.
Mehr dazu →Der schwere Brokat mit Gold- und Seidenfäden wurde für den Kaiserhof gewebt. Die Webkunst auf großen Zugwebstühlen ist seit 2009 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Li Bai, Du Mu und Liu Yuxi schrieben Gedichte über Jinling, die Vergänglichkeit der alten Hauptstadt und die Laternen am Qinhuai.
Mehr dazu →Cao Xueqin verbrachte seine Kindheit in Nanjing. Die „zwölf Schönheiten von Jinling“ im Roman verweisen auf die Stadt.
Mehr dazu →Elektronik, Fahrzeugbau, Petrochemie und Stahl sind die traditionellen Säulen; entlang des Jangtse liegen Häfen und Industriegebiete.
Mit der Universität Nanjing und vielen weiteren Hochschulen gehört die Stadt zu den großen Universitätsstandorten Chinas; Softwareparks nutzen diese Nähe.
Stadtmauer, Qinhuai und Purpurberg ziehen Besucher aus ganz China an, besonders im Frühjahr und Herbst.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 南京 | Nánjīng | „Südliche Hauptstadt“ |
| 金陵 | Jīnlíng | klassischer Name der Stadt |
| 六朝 | Liù Cháo | Sechs Dynastien |
| 秦淮河 | Qínhuái Hé | Qinhuai-Fluss |
| 夫子庙 | Fūzǐmiào | Konfuziustempel |
| 城墙 | chéngqiáng | Stadtmauer |
| 云锦 | yúnjǐn | Wolkenbrokat |
| 盐水鸭 | yánshuǐyā | Salzwasserente |
Für seine Geschichte als Hauptstadt mehrerer Dynastien, die Ming-Stadtmauer, das Kaisergrab Ming Xiaoling, den Qinhuai mit dem Konfuziustempel und für Salzwasserente und Yunjin-Brokat.
Zwei bis drei Tage: einen für den Purpurberg mit Ming-Grab, einen für Stadtmauer, Zhonghua-Tor und Qinhuai, dazu Zeit für das Nanjing-Museum oder den Qixia-Tempel.
Mit dem Schnellzug von Shanghai, Peking oder Hangzhou nach Nanjing Süd oder per Flug nach Nanjing Lukou. Von Shanghai aus ist die Stadt bequem an einem Vormittag erreichbar.
„Südliche Hauptstadt“. Die Bezeichnung setzte sich unter den Ming durch, als der Hof 1421 nach Peking, in die „Nördliche Hauptstadt“, umzog und Nanjing Nebenhauptstadt blieb.
Salzwasserente, Entenblut-Glasnudelsuppe und die kleinen Imbisse am Qinhuai. Die feine Huaiyang-Küche der Region ist in vielen Restaurants vertreten.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Provinz
Nanjing, Suzhou, Taicang — Industrieprovinz mit dem dichtesten DACH-Mittelstand in China.
Stadt · Jiangsu
Wo der Kaiserkanal den Jangtse kreuzt, wurden Salzhändler reich und bauten sich Gärten. Ihr Geschmack für Genuss lebt in Yangzhous Küche, seinen Teehäusern und Badehäusern fort.
Stadt · Jiangsu
Drei Hügel am Südufer des Jangtse, jeder mit Tempeln und Legenden, dazu eine Fährstraße aus vielen Jahrhunderten: Zhenjiang bewacht seit der Antike die Kreuzung von Strom und Kanal.
Kunsthandwerk
Vom Maulbeerbaum über die Seidenstraße bis zur Haute Couture — Herstellung, Geschichte, Bedeutung.