Altstadt am Gantang-See甘棠湖
Der See mitten in der Stadt mit dem Yanshui-Pavillon auf einer Insel. Ringsum liegen Uferwege, Fußgängerstraßen und der Blick zum Lushan.
Bezirksfreie Stadt · Jiangxi
Jiǔjiāng
Wo der Poyang-See in den Jangtse fließt, liegt die alte Stadt Xunyang. Hinter ihr steigt der Lushan auf, an ihrem Ufer schrieb Bai Juyi das Lied von der Pipa-Spielerin.
Der See mitten in der Stadt mit dem Yanshui-Pavillon auf einer Insel. Ringsum liegen Uferwege, Fußgängerstraßen und der Blick zum Lushan.
Am Flussufer stehen Xunyang-Turm, Pipa-Pavillon und die Suojiang-Pagode. Abends ist die Promenade ein beliebter Treffpunkt.
Das Gebiet am Süd- und Ostfuß des Berges mit der Akademie der Weißhirschgrotte, dem Xiufeng-Wasserfall und dem Ufer des Poyang-Sees.
Jiujiang gehört zur Provinz Jiangxi (江西). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Im Norden fließt der Jangtse, im Osten öffnet sich der Poyang-See, im Süden steht der Lushan. Die Stadt liegt eingefasst zwischen diesen drei Landschaften.
Bei Hukou fließt das klare, grünliche Wasser des Sees neben dem lehmbraunen Jangtse her – eine deutlich sichtbare Grenzlinie im Strom.
Heiße, feuchte Sommer und kühle Winter. Hochwasser des Jangtse im Sommer lässt den Seespiegel steigen.
206 v. Chr.–220Han-Dynastie
Unter den Han hieß der Ort Chaisang. Er kontrollierte den Übergang zwischen Jangtse und Gan-Becken und blieb über Jahrhunderte ein Garnisons- und Handelsplatz.
208Drei Reiche
Der Überlieferung nach übte Zhou Yu, General von Wu, auf dem See in der Stadt seine Flotte für die Schlacht am Roten Felsen.
365–427Östliche Jin
Tao Yuanming aus Chaisang gab sein Amt auf und lebte als Bauer und Dichter. Sein „Pfirsichblütenquell“ wurde zum Urbild der verborgenen Idylle.
815–818Tang-Dynastie
Bai Juyi wurde als Beamter nach Jiangzhou versetzt. Hier schrieb er das „Lied von der Pipa“ über eine Musikerin, der er am Flussufer begegnete.
11.–12. Jh.Song-Dynastie
Zhou Dunyi, Vordenker des Neokonfuzianismus, ließ sich am Fuß des Lushan nieder. Zhu Xi erneuerte als Präfekt von Nankang die Akademie der Weißhirschgrotte.
1861Qing-Dynastie
Jiujiang wurde als Vertragshafen geöffnet. Ausländische Handelshäuser siedelten sich an, Tee und Porzellan aus dem Hinterland gingen über den Hafen hinaus.
庐山
Der Welterbe-Berg südlich der Stadt: Wasserfälle, Gipfel, Klöster und der Villenort Guling auf dem Plateau.
烟水亭
Pavillon und Hofanlage auf einer Insel im Gantang-See, über einen Damm erreichbar; der Ort wird mit Zhou Yu und Bai Juyi in Verbindung gebracht.
浔阳楼
Der Weinturm am Jangtse ist eine Szene aus dem Roman „Die Räuber vom Liangshan-Moor“: Hier schreibt Song Jiang betrunken ein aufrührerisches Gedicht an die Wand.
白鹿洞书院
In einem Waldtal am Südfuß des Lushan lehrte Zhu Xi. Seine Regeln für die Akademie wurden zum Vorbild für Schulen in ganz Ostasien.
东林寺
Das Kloster am Westfuß des Lushan gilt als Wiege der Reinen-Land-Schule. Der Legende nach begleitete Huiyuan seine Gäste nie über den Tigerbach hinaus.
石钟山
Der Felshügel bei Hukou klingt bei Wellengang wie eine Glocke. Su Shi ging dem Klang mit dem Boot nach und schrieb darüber einen berühmten Reisebericht.
Kleine, flache Gebäckstücke mit Sesam und Osmanthus, knusprig und leicht – als Beigabe zum Tee und als Mitbringsel beliebt.
Karpfen, Wels und kleine Seefische werden mit Chili und Knoblauch geschmort oder getrocknet und gebraten.
Der Grüntee wächst in Höhenlagen des Lushan, die fast täglich im Nebel liegen; er schmeckt frisch und leicht süßlich.
Mehr dazu →Das lange Erzählgedicht verbindet das Schicksal einer alternden Musikerin mit dem des verbannten Dichters. Am Ufer erinnert der Pipa-Pavillon daran.
Mehr dazu →Der Dichter der Felder und Chrysanthemen stammt aus der Gegend von Jiujiang. Seine Verse über das einfache Leben prägten die chinesische Dichtung dauerhaft.
In seiner kurzen Schrift über die Liebe zum Lotus preist Zhou Dunyi die Blume, die aus dem Schlamm wächst und rein bleibt. Sein Grab liegt bei Jiujiang.
Jiujiang ist der einzige Hafen der Provinz direkt am Strom und Umschlagplatz für Schüttgut, Container und Industriegüter.
Petrochemie, Schiffbau und Baustoffe haben sich am Ufer angesiedelt, dazu Textil- und Chemiebetriebe.
Lushan, Poyang-See und die Dichterorte machen den Tourismus zu einem wichtigen Erwerbszweig der Region.
Flughäfen
Bahn
Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 九江 | Jiǔjiāng | „Neun Flüsse“ |
| 浔阳 | Xúnyáng | alter Name der Stadt |
| 江州 | Jiāngzhōu | Name zur Tang-Zeit |
| 琵琶行 | Pípa xíng | „Lied von der Pipa“ |
| 白鹿洞书院 | Báilùdòng Shūyuàn | Akademie der Weißhirschgrotte |
| 湖口 | Húkǒu | „Seemündung“, Ausfluss des Poyang-Sees |
| 石钟山 | Shízhōng Shān | Steinglockenberg |
Als Tor zum Lushan und zum Poyang-See, als Stadt der Dichter Bai Juyi und Tao Yuanming, für die Akademie der Weißhirschgrotte und als alter Hafen am Jangtse.
Busse fahren vom Bahnhof Lushan und aus der Stadt zum Nordtor; eine Straße mit vielen Kehren führt hinauf nach Guling. Von Süden erreicht man den Berg über den Stadtkreis Lushan.
Bei Hukou östlich von Jiujiang. Vom Shizhong Shan sieht man, wie das Seewasser neben dem Jangtse herfließt.
Mit dem Schnellzug aus Nanchang zum Bahnhof Lushan, außerdem aus Wuhan, Hefei und Jingdezhen. Der nächste große Flughafen ist Nanchang Changbei.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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Provinz
Das Becken des Gan-Flusses öffnet sich nach Norden zum Poyang-See und zum Jangtse. Hier brannte Jingdezhen das Porzellan für Kaiserhöfe, und auf den Bergen lehrten Mönche, Daoisten und Gelehrte.
Stadt · Jiangxi
Am Unterlauf des Gan-Flusses, kurz vor dem Poyang-See, liegt die alte Stadt Yuzhang. Über dem Ufer steht der Tengwang-Pavillon, den ein junger Dichter vor dreizehn Jahrhunderten unsterblich machte.
Literatur
Buch der Lieder, Tang-Dichtung und Song-Lieder – und ihr Weg ins Deutsche.