Die Senke吐鲁番盆地
Die Oase liegt in einem Grabenbruch zwischen Tian Shan und den Kuruktag-Bergen. Der Salzsee Aydingkol im Süden markiert eine der tiefsten Stellen auf dem Festland der Erde.
Bezirksfreie Stadt · Xinjiang
Tǔlǔfān
In einer der tiefsten Senken der Erde, zwischen rot glühenden Bergen, verwandelt Schmelzwasser aus dem Tian Shan eine Wüste in Weingärten – umgeben von Lehmstädten, in denen einst Könige, Mönche und Kaufleute lebten.
Ruinenstadt Jiaohe
Auf einer schmalen Insel aus Löss zwischen zwei Flussarmen gruben Menschen ihre Stadt in den Boden, statt sie aufzumauern. Straßen, Klöster und Höfe stehen noch heute als ausgeschnittene Lehmwände da.
Bezeklik-Grotten
Über einem grünen Flusstal in den roten Flammenbergen reihen sich Höhlentempel in die Klippe. Ihre Wandbilder zeigen Gelübdeszenen des künftigen Buddha und Stifter in prächtigen Gewändern.
Turpan gehört zur Autonomen Region Xinjiang (新疆). Die Übersichtsseite ordnet Landschaft, Geschichte und die übrigen Orte ein.
Die Oase liegt in einem Grabenbruch zwischen Tian Shan und den Kuruktag-Bergen. Der Salzsee Aydingkol im Süden markiert eine der tiefsten Stellen auf dem Festland der Erde.
Ein Zug aus rotem Sandstein durchzieht die Senke. In der Mittagshitze scheinen die gefurchten Hänge zu glühen – daher der Name.
Schächte führen zu Stollen, in denen Grundwasser vom Gebirgsfuß mit leichtem Gefälle in die Oase fließt. Unter der Erde verdunstet kaum etwas.
Extrem trocken, im Sommer glühend heiß, im Winter kalt. Wind aus den Bergen bringt im Frühjahr Staub.
2. Jh. v. Chr.–5. Jh.Reich Jushi
Das Reich Jushi hatte seinen Hauptort in Jiaohe. In der Han-Zeit rangen Han und Xiongnu um die Oase, die den Weg nach Westen beherrschte.
5. Jh.–640Königreich Gaochang
In Gaochang herrschten Königsfamilien, deren Vorfahren aus dem Hexi-Korridor stammten. 630 empfing König Qu Wentai den Mönch Xuanzang und bat ihn, länger zu bleiben und zu predigen.
Die Tang machten das Gebiet zur Präfektur Xizhou und richteten in Jiaohe das Protektorat Anxi ein. In den Gräbern von Astana blieben Dokumente, Textilien und sogar Speisen erhalten.
9.–14. Jh.Uigurisches Königreich Gaochang
Nach 840 wurde Gaochang Sitz eines uigurischen Königreichs. Buddhisten, Manichäer und Christen der Kirche des Ostens lebten in der Oase; in Bezeklik entstanden prächtige Wandbilder.
1778Qing-Dynastie
Suleiman, Sohn des Emin Khoja, ließ zum Andenken an seinen Vater das Emin-Minarett errichten, dessen Ziegelmuster bis heute bewundert werden.
交河故城
Die aus dem Lehm gegrabene Stadt auf einem Plateau zwischen zwei Flussarmen am westlichen Stadtrand, mit Tempelbezirk, Hauptstraße und Stupawald.
高昌故城
Mächtige Lehmmauern umschließen die einstige Königsstadt östlich von Turpan. Im großen Kloster im Südwesten soll Xuanzang gepredigt haben.
柏孜克里克千佛洞
Höhlentempel in der Mutou-Schlucht der Flammenberge mit Wandbildern aus der Zeit der uigurischen Könige von Gaochang.
阿斯塔那古墓
Das Gräberfeld der Bewohner von Gaochang aus dem 3. bis 8. Jahrhundert; einige Grabkammern mit Wandmalereien sind zugänglich.
苏公塔
Das sich nach oben verjüngende Minarett aus gebrannten Lehmziegeln ist rundum mit wechselnden geometrischen Ziegelmustern versehen. Daneben liegt eine Moschee mit Kuppeln.
葡萄沟
Ein grünes Tal in den Flammenbergen mit Weinlauben, Obstgärten und Trockenhäusern für Rosinen. Im August und September ist Erntezeit.
坎儿井民俗园
Ein begehbarer Abschnitt eines Karez zeigt, wie Stollen und Schächte angelegt wurden und wie das Wasser in die Oase gelangt.
吐峪沟
Lehmdorf in einer Schlucht der Flammenberge mit alten Wohnhäusern, einem Pilgerort am Hang und Resten buddhistischer Grotten.
Die grüne, kernlose Sorte ist die bekannteste. Im Schatten der Trockenhäuser werden die Trauben durch den heißen Wind zu grünen Rosinen.
Süße Zuckermelonen aus Turpan und Hami gibt es von Juni bis in den Herbst auf jedem Markt.
Fladenbrot aus dem Tonofen und Reis mit Hammelfleisch, Karotten und Rosinen – in Turpan oft im schattigen Innenhof unter der Weinlaube serviert.
Lehmbauten mit durchbrochenen Ziegelwänden, oft auf Hängen oder Dächern. Der heiße, trockene Wind zieht durch die Öffnungen und trocknet die aufgehängten Trauben.
Innenhöfe mit Weinreben spenden Schatten. Viele Häuser haben halbunterirdische Räume, in denen man die Mittagshitze verbringt.
Turpan pflegt eine eigene Spielart des uigurischen Muqam, der seit 2008 immaterielles UNESCO-Kulturerbe ist.
Mehr dazu →In Gräbern und Ruinen fanden sich Texte in Chinesisch, Sogdisch, Tocharisch, Uigurisch, Syrisch und weiteren Sprachen – Zeugnisse der Vielfalt an der Seidenstraße.
Trauben sind die wichtigste Frucht der Oase. Sie werden frisch verkauft, getrocknet und zu Wein verarbeitet.
Die Hitze bringt früh reife Melonen, Aprikosen und Feigen, die über Ürümqi in andere Landesteile geliefert werden.
Ruinenstädte, Grotten und Traubental machen Turpan zu einem der meistbesuchten Ziele der Region; viele Familien vermieten Zimmer in ihren Hofhäusern.
Flughäfen
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Beste Reisezeit
Einreise und Visum: Visum für China · Bahnfahren: Hochgeschwindigkeitszug · Planung: China Reisen
| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 吐鲁番 | Tǔlǔfān | Turpan, Turfan |
| 高昌 | Gāochāng | Königsstadt und Königreich |
| 交河 | Jiāohé | „Wo sich die Flüsse treffen“ |
| 火焰山 | Huǒyàn Shān | Flammenberge |
| 坎儿井 | kǎn'érjǐng | Karez |
| 晾房 | liàngfáng | Trockenhaus für Trauben |
| 苏公塔 | Sūgōng Tǎ | Emin-Minarett |
Für Trauben und Rosinen, die Karez-Kanäle, die Flammenberge aus der „Reise nach Westen“, die Ruinenstädte Jiaohe und Gaochang, die Bezeklik-Grotten und das Emin-Minarett – und für extreme Sommerhitze.
Mit dem Schnellzug von Ürümqi zum Bahnhof Turpan Nord; die Fahrt ist kurz. Von dort fahren Busse und Taxis in die Stadt.
Ein unterirdischer Kanal, der Grundwasser vom Fuß des Gebirges mit leichtem Gefälle in die Oase leitet. Senkrechte Schächte dienten beim Bau und zur Pflege; unter der Erde verdunstet das Wasser kaum.
Zwei Tage: einen für Jiaohe, Karez und Traubental, einen für Gaochang, Astana, Bezeklik und die Flammenberge. Tuyoq lohnt einen zusätzlichen halben Tag.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
Wie CHINANETZ Quellen auswählt und prüft: Recherche und Quellen.
Autonome Region
Schneegipfel über Wüstenrändern, Pappelalleen und Weinlauben in den Oasen, Basare zwischen Lehmhäusern: Xinjiang war zwei Jahrtausende lang Drehscheibe der Seidenstraße zwischen China, Indien, Persien und Steppe.
Stadt · Xinjiang
Zwischen den Schneegipfeln des Bogda und der Dsungarischen Steppe wuchs aus einer Qing-Stadtgründung die Drehscheibe Xinjiangs – mit Basaren, Nudelküchen und den Schätzen der Seidenstraße im Museum.
Geschichte
Große Mauer, Verbotene Stadt, Terrakotta-Armee, Karstlandschaften — alle Welterbestätten mit Einordnung.