Karsthochland喀斯特高原
Kalkstein bedeckt den größten Teil der Provinz. Kegelberge, Dolinen, Höhlen und unterirdische Flüsse wechseln sich ab; ebenes Land ist knapp.
Provinz · Südwestchina
Guìzhōu
Ein Hochland aus Kalkkegeln, Schluchten und Wasserfällen, in dessen Tälern Trommeltürme, Stelzenhäuser und Silberschmuck die Feste der Miao, Dong und Buyi prägen.
Guiyang贵阳
Hauptstadt im Zentrum der Provinz, mit Jiaxiu-Turm, Qianling-Park und der Garnisonsstadt Qingyan im Süden.
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Zunyi遵义
Stadt im Norden mit Maotai am Chishui-Fluss, den Danxia-Felsen von Chishui und der Tusi-Festung Hailongtun.
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Anshun安顺
Tor zum Huangguoshu-Wasserfall und zur Drachenpalast-Höhle, Heimat der Tunpu-Dörfer und ihrer Maskenoper.
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Kaili凯里
Hauptort von Qiandongnan, Ausgangspunkt für Xijiang, Zhaoxing und die Feste der Miao und Dong.
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Tongren铜仁
Stadt am Jin-Fluss im Nordosten, Ausgangsort für den heiligen Berg Fanjing Shan.
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Xingyi兴义
Hauptort von Qianxinan im Südwesten, mit dem Kegelkarst von Wanfenglin und der Maling-Schlucht.
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Duyun都匀
Hauptort von Qiannan, Namensgeber des Grüntees Duyun Maojian und Ausgangsort für Libo.
Bijie毕节
Bergregion im Nordwesten mit der Tropfsteinhöhle von Zhijin und Hängen voller Rhododendren.
Liupanshui六盘水
Kohlestadt im Westen auf dem Hochplateau, im Sommer wegen ihres kühlen Klimas beliebt.
Huangguoshu-Wasserfall
Der Baishui-Fluss stürzt über eine breite Kalkkante in ein tiefes Becken; die Gischt steigt bis zu den Aussichtspunkten, und hinter dem Wasser führt ein Gang durch den Fels.
Fanjing Shan
Aus dem Nebel des Wuling-Gebirges ragt ein gespaltener Felsturm, auf dessen Hälften je ein Tempel steht. Darunter wachsen Wälder, in denen einer der seltensten Affen Chinas lebt.
Karst von Libo
Türkisfarbenes Wasser rinnt über Moospolster, zwischen Bäumen, die mitten im Fluss stehen. Über den Bach spannt sich eine alte Steinbrücke mit sieben Bögen.
Hailongtun
Auf einem Bergrücken, den Schluchten auf drei Seiten umschließen, sperrten die Fürsten von Bozhou den Weg mit steinernen Toren – bis ein Ming-Heer die Festung nach langer Belagerung einnahm.
Xijiang
Hunderte Holzhäuser auf Stelzen steigen zwei Hänge hinauf, darunter windet sich der Fluss durch Reisfelder. Abends gehen die Lichter an, und aus den Gassen klingt die Mundorgel.
Kalkstein bedeckt den größten Teil der Provinz. Kegelberge, Dolinen, Höhlen und unterirdische Flüsse wechseln sich ab; ebenes Land ist knapp.
Das Land steigt von Osten nach Westen an. Im Westen liegen die Hochflächen um Bijie und Liupanshui, im Osten fallen die Täler zu Hunan und Guangxi ab.
Wu Jiang und Chishui He fließen nach Norden zum Jangtse, Beipan und Nanpan Jiang nach Süden ins Perlfluss-System. Ihre Schluchten zerschneiden das Plateau tief.
Mild und feucht, oft bewölkt. Ein altes Sprichwort sagt: kein Himmel drei Tage klar, kein Land drei Li eben. Die Sommer bleiben auf dem Plateau angenehm kühl.
Frühe AltsteinzeitAltsteinzeit
Die Höhle Guanyindong im Kreis Qianxi lieferte Steinwerkzeuge, die zu den ältesten Funden Südchinas zählen und dem Fundort einen eigenen Kulturnamen gaben.
3.–1. Jh. v. Chr.Yelang und Han-Dynastie
Im Westen herrschte das Reich Yelang. Laut dem „Shiji“ fragte sein Herrscher einen Han-Gesandten, welches Reich größer sei – daher die Redensart „Yelang hält sich für groß“. 111 v. Chr. entstand die Kommandantur Zangke.
Yang Duan übernahm die Herrschaft über Bozhou, das heutige Zunyi. Seine Familie regierte das Gebiet danach über rund sieben Jahrhunderte als erbliche Fürsten.
960–1279Song-Dynastie
Der Name Guizhou taucht in Urkunden der Song-Zeit auf. Das Hochland blieb weitgehend in der Hand einheimischer Fürstenhäuser, die dem Hof Tribut leisteten.
1381–1413Ming-Dynastie
Auf dem Weg nach Yunnan legten die Ming Garnisonen entlang der Poststraße an; die Soldaten blieben als Siedler. 1413 wurde Guizhou eine eigene Provinz mit Sitz in Guiyang.
1508 und 1600Ming-Dynastie
Der Philosoph Wang Yangming gelangte 1508 im Exil in Longchang zu seiner zentralen Einsicht und lehrte ab 1509 in Guiyang die Einheit von Wissen und Handeln. 1600 endete mit dem Fall von Hailongtun die Herrschaft der Yang in Bozhou.
1726–1735Qing-Dynastie
Unter Kaiser Yongzheng wurden viele Tusi-Fürstentümer aufgelöst und durch Beamte ersetzt. Straßen, Märkte und Flussschifffahrt verbanden die Täler enger mit dem Reich.
黄果树瀑布
Einer der bekanntesten Wasserfälle Chinas stürzt bei Anshun über eine breite Kalkstufe; ein Gang führt hinter dem Wasservorhang hindurch.
梵净山
Buddhistischer Berg des Maitreya bei Tongren mit dem Felsturm Rote-Wolken-Goldgipfel, dem Pilzfelsen und dem Guizhou-Goldaffen.
荔波喀斯特
Türkise Seen, Kaskaden, Wald im Wasser und eine alte Steinbrücke mit sieben Bögen: Teil des Welterbes Südchinesischer Karst.
海龙屯
Die Bergfestung der Yang-Fürsten bei Zunyi mit Torpässen und Palastresten gehört zum Welterbe der Tusi-Stätten.
西江千户苗寨
Das größte Miao-Dorf Chinas zieht sich mit Stelzenhäusern aus Holz zwei Hänge im Leigong-Gebirge hinauf.
赤水丹霞
Rote Sandsteinwände, Wasserfälle und Wälder aus Baumfarnen im Norden der Provinz; Teil des Welterbes Danxia-Landschaften.
镇远古城
Die alte Garnisons- und Hafenstadt liegt in S-Schleifen am Wuyang-Fluss; der Tempelkomplex Qinglong Dong klebt an der Felswand.
肇兴侗寨
Großes Dong-Dorf im Kreis Liping mit mehreren Trommeltürmen, Wind-und-Regen-Brücken und Bühnen für den Großen Gesang.
织金洞
Tropfsteinhöhle im Kreis Zhijin bei Bijie mit weiten Hallen, Sinterterrassen und hohen Tropfsteinsäulen; eine der großen Schauhöhlen Chinas.
Sauer und scharf statt betäubend wie in Sichuan: Fermentiertes Chili, saure Brühen und frische Kräuter prägen die Küche der Hochtäler.
Mehr dazu →Fisch in einer roten Brühe aus fermentierten Tomaten, Reiswasser und Chili – ein Klassiker der Miao-Küche aus Kaili.
Grob gehacktes Chili, mit Ingwer und Knoblauch eingesalzen und vergoren, würzt fast jedes Gericht der Provinz.
Duyun Maojian ist einer der bekannten Grüntees Chinas, mit feinen, gekräuselten Blättern. Auch Meitan im Norden ist ein altes Teeanbaugebiet.
Mehr dazu →Im Tal des Chishui wird Hirse mehrfach vergoren und destilliert. Der Schnaps im „Sojasaucen-Aroma“ reift jahrelang in Tonkrügen.
Hörnerartige Kopfaufsätze, Halsringe und Glöckchen aus Silber tragen Frauen zu Festen. Schmiede in Kaili und Leishan treiben die Formen von Hand.
Miao-Stickerei erzählt Mythen in Stichbildern; Batik aus Anshun und Danzhai wird mit Wachs gezeichnet und in Indigo gefärbt.
Mehrstimmiger Chorgesang ohne Instrumente und Dirigent, der Vogelstimmen und Zikaden nachahmt. Seit 2009 immaterielles UNESCO-Kulturerbe.
Mehr dazu →Dong-Dörfer versammeln sich unter gestuften Holztürmen ohne Nägel. Überdachte Wind-und-Regen-Brücken dienen als Weg, Rastplatz und Treffpunkt.
Zum Miao-Neujahr, zum Schwesternfest in Taijiang und zu den Lusheng-Festen tanzen Dörfer zur Mundorgel aus Bambus. Die Buyi feiern am dritten Tag des dritten Mondmonats das Fest Sanyuesan.
Das Chishui-Tal um Maotai und Renhuai ist das wichtigste Brennereigebiet für Hirseschnaps mit Sojasaucen-Aroma; neben Maotai brennen dort zahlreiche kleinere Betriebe nach demselben Verfahren.
Kühles Klima und Wasserkraft haben große Rechenzentren nach Guiyang und in die Neustadt Gui'an gezogen.
Grüntee aus Duyun, Meitan und Fenggang sowie Chili aus dem Raum Zunyi sind wichtige Agrarprodukte; Zunyi hat einen der großen Chilimärkte Chinas.
Kohle im Westen, Phosphat und Bauxit um Guiyang sowie Staustufen am Wu Jiang und Beipan Jiang prägen die Industrie.
Im Kreis Pingtang nutzt das Radioteleskop FAST eine natürliche Karstsenke als Mulde für seinen Reflektor.
Flughäfen
Bahn
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| Zeichen | Pīnyīn | Bedeutung |
|---|---|---|
| 黔 | qián | Kürzel der Provinz Guizhou |
| 贵 | guì | zweites Kürzel, Silbe aus dem Namen |
| 云贵高原 | Yún-Guì Gāoyuán | Yunnan-Guizhou-Plateau |
| 喀斯特 | kāsītè | Karst |
| 土司 | tǔsī | erblicher einheimischer Fürst |
| 苗族 | Miáozú | die Miao |
| 侗族大歌 | Dòngzú dàgē | Großer Gesang der Dong |
| 鼓楼 | gǔlóu | Trommelturm |
| 蜡染 | làrǎn | Wachsbatik |
| 酸汤鱼 | suāntāngyú | Fisch in saurer Suppe |
Für Karstberge, Wasserfälle wie Huangguoshu, den heiligen Berg Fanjing Shan, die Dörfer der Miao und Dong mit Silberschmuck, Trommeltürmen und Großem Gesang, für den Schnaps aus Maotai und eine saure, scharfe Küche.
Guiyang. Die Stadt ist seit der Gründung der Provinz 1413 Verwaltungssitz und heute der wichtigste Bahn- und Flugknoten der Provinz.
黔 (qián) geht auf die Region Qianzhong zurück, die schon in der Zeit der Streitenden Reiche und unter den Qin so hieß. 贵 (guì) ist die erste Silbe des Provinznamens und wird ebenfalls als Kürzel genutzt.
Im Bezirk Qiandongnan um Kaili: Xijiang und Langde für die Miao, Zhaoxing und die Dörfer um Liping und Rongjiang für die Dong. Am lebendigsten ist es zu den Festen im Mondkalender.
Eine Woche reicht für Guiyang, Huangguoshu, Xijiang und Zhaoxing. Wer Fanjing Shan, Libo und Chishui dazunehmen will, plant zwei Wochen ein; die Schnellzüge verkürzen viele Wege.
Stand: September 2026. Änderungen vorbehalten.
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